Und auf einmal ist es März …

Hi,

lange habe ich wieder nichts mehr verfasst. Warum eigentlich nicht? Gute Frage.

Februar war DEFINITIV nicht mein Monat. Ich habe Kaffee über meinen Laptop geschüttet und musste ihn dann zur Reperatur geben. Es hat mich einfach 300 Dollar gekostet! Aber es musste auch so schnell wie möglich gemacht werden, da ich meinen Laptop für Bewerbungen schreiben brauche. Ebenso musste ich einen Ölwechsel für mein Auto durchführen lassen, ich habe 50 Dollar in bar verloren und einen USB Stick. Naja und dann hat sich bei dem Werkstattbesuch rausgestellt, dass irgendwas mit meiner Abgasleitung nicht stimmt und bisher habe ich es nur provisorisch „reparieren“ lassen.

Immerhin gibt es bei der Jobsuche ein positives Outcome. Ich habe zur Zeit einen Part-Time Job als Kinderbetreuerin bei dem YMCA. Ich bin in der morgendlichen Betreuung und den Nachmittag über eingesetzt. Leider sind die Zeiten etwas unglücklich, da ich ein Child Care Program für Kids in der Grundschule mache, das bedeutet: Vor der Schule können die Eltern ihre Kinder ab 7 Uhr zu uns bringen und wir beaufsichtigen sie bis die Glocke zur ersten Stunde klingelt. Jeder Schultag ist von 9 – 15 Uhr lang. Ab 15 Uhr sind die Kinder wieder bei uns und wir machen dann mit ihnen Hausaufgaben, beschäftigen sie mit Spielen, haben Lunchtime, basteln oder betätigen uns sportlich. Auch wenn ich dazwischen eine „große Pause“ von 6 Studen habe, mag ich den Job eigentlich sehr. Er ähnelt den Tätigkeiten, denen ich während meines Jahres im Bundesfreiwilligendienst nachgegangen bin. Und es ist interessant für mich zu beobachten, wie sich amerikanische Kinder von deutschen unterscheiden. Ebenso lerne ich von ihnen, zum Beipspiel neue Wörter. Ich mag meine Kollegen und meine Chefin. Wir haben meistens so um die 15-20 Kinder und auf einen Betreuer kommen 10. Deshalb sind wir immer zu zweit, sowohl bei der Morgen- als auch bei der Nachmittagsbetreuung. Momentan versuche ich definitiv noch einen Job für diese Lücke zu finden oder aber einen Wochenendjob. Mit einem Part-time Job bin ich definitiv nicht gut genug aufgestellt, es bleibt kaum eine Möglichkeit Geld zurückzulegen.

Morgen, den 04. März fahre ich für 5 Tage zum Civic Education Workshop nach Washington DC der komplett von meiner Organisation bezahlt und durchgeführt wird. Wir haben den Ablauf schon zugeschickt bekommen, wir haben einen relativ durchgetakteten Schedule. Ich freue mich jedenfalls die anderen PPPler wiederzusehen und mich mit ihnen auszutauschen.

Ich muss sagen, dass DC bisher eines meiner Highlights war. Ich mag diese Stadt wirklich sehr. Sie ist sehr sauber, hat beeindruckende Gebäude und viele Monumente (das was ich wohl am beeindruckendsten finde). Ich liebe die National Mall (Allee) in der sich zum Beispiel das Licoln Memorial befindet oder aber das World War II Monument.

Bisher genieße ich vor allem, dass alle meine Freunde aus dem internationalem Club noch hier sind. Die meisten werden in diesem Springsemester das College verlassen und zu einem anderen transferrieren. Im Mai werden die meisten dann nach Hause gehen und ihre Sommerferien mit ihren Familien in der Heimat verbringen. Ich habe dann also noch 2 Monate in den USA alleine ohne meine College-Freunde. Ich plane aber sowieso zur Zeit Utica im Juli zu verlassen, um meinen Roadtrip anzutreten. Das erfordert unglaublich viel Planung und vor allem auch einen Haufen Geld. Das ist der Grund, warum ich unbedingt einen zweiten Job haben will.

Naja, das waren jetzt auf jeden Fall sehr viele und umfangreiche Themen, die ich angeschnitten habe. Ich habe versucht euch erst einmal wieder auf den Laufenden zu bringen. Fotos folgen hoffentlich in den nächsten Beiträgen wieder.

 

Byeee,

Shanice

 

 

Neues Jahr, neues Glück…?

Sehr geehrte Damen und Herren,

… haha, I am just kidding. Aber so beginnt momentan bei mir jedes Schreiben, das ich in letzter Zeit verfasse (nur auf Englisch).

Hier ein paar Beispiele:

  • To whom it may concern
  • Dear Hiring Manager
  • Dear Mr./Mrs. …
  • Dear Human Resource Manager

Ich bin nämlich in der „Hochphase“ des Bewerbungsprozesses. Obwohl ich mich im Oktober 2018 schon begonnen habe zu bewerben, kam nur wenig dabei rum. Ich hatte einige Interviews bei einigen lokalen Unternehmen mit einem guten Ruf und auch guten Umsätzen. Hier hat mir das Karriere Center im College sehr ausgeholfen und diese Kontakte vermittelt. Ich weiß es in jedem Fall sehr zu schätzen, dass sich die besagten Unternehmen für mich Zeit genommen haben, dennoch war es mehr oder weniger sehr unnütz, da ich keine Zusage für ein Praktikum bekommen habe. Der Hauptgrund der Absagen war tatsächlich „Wir haben kein Budget für ein Praktikum, was 6 Monate geht. Wir bieten zwar Praktika an, diese starten aber im Sommer und gehen meistens nur 8 Wochen.“

Eigentlich eine sehr traurige Entscheidung wie ich finde, da ein international aufgestelltes Unternehmen immer von internationalen Arbeitskräften profitieren kann – vor allem dann wenn sie jung, motiviert und bilingual sind. Aber gut… nichtsdestotrotz musste ich deren Absage dann wohl akzeptieren.

Das schlimmste an diesem „arbeitslos“ sein ist, dass man sich einfach so nutzlos fühlt und nichts zu tun hat. Das College ist für mich vorbei, auch wenn meine College Koordinatorin mir immer noch erlaubt an der ein oder anderen Veranstaltung teilzunehmen, damit ich zu meinen alten Studienfreunden noch Kontakt habe und mich nicht zu sehr langweile. Ihr glaubt nicht wo ich es überall schon versucht habe. Die einzigen Einschränkungen, die ich mir selber gesetzt habe sind: keine Fast-Food-Ketten, kein Kellnern. Ich habe es bei Dunkin‘ Donuts versucht, bei dem örtlichen Kino, beim Bowling Place und natürlich aber auch diverse berufsbezogene Jobs im näheren Umkreis von 20 Meilen. Hier reichten die Branchen von Marketing, bis HRM, Bank, Immobilienfirmen, etc.

Leider ist Utica und die umliegenden Areale nicht wirklich dafür bekannt, dass es hier viele und beliebte Arbeitsplätze gibt. Das würde vielleicht auch mein Pech erklären. Es ist schon demotivierend, wenn man gefühlt 10 Bewerbungen am Tag schreibt, sich über die Hälfte nicht zurück meldet und wenn man dann hinterhertelefoniert, um den Status der Bewerbung nachzufragen, dann auch noch eine Absage erhält „sorry die Stelle wurde schon besetzt“ oder aber „sorry wir haben gar keine Jobs, die Stelle ist fälschlicherweise im System.“ ARRRRRGHHHHHH

Nicht nur, dass mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, ich brauche auch dringend einen Job, da ich meine Host Familie auch bezahlen muss. Das vergangene halbe Jahr wurde das von der Organisation übernommen – ab diesem Jahr sind wir (die Teilnehmer) nun dran, diesen finanziellen Part zu übernehmen. Zusätzlich zu den 238430942 anderen Rechnungen, die noch hinzukommen wie Autoversicherung, Sprit, Mittagessen und alle anderen alltäglichen Dinge, die anfallen.

Ich wünschte wirklich, es würde sich einfach mal was zum Positiven wenden, dieses ganze Bewerbungen schreiben und ständig irgendwelche komischen Test machen, geht mir nämlich gehörig auf den Zeiger! Ich hoffe, dass ich bald wieder freudigere Post verfassen kann…

aber gerade bin ich wirklich etwas unter Druck.

 

Peace Out!

Shanice

Long time no see…

Sorry… Lange kam kein Post mehr von mir online. Warum eigentlich? Gute Frage. Finals haben mich vermutlich busy gehalten. Obwohl ich nur 10 credits belegt habe, was 3 Business Kursen und einem Sportkurs entspricht, habe ich so viele Tests und Papers gehabt, das ist unnormal. Das ganze Semester war ich schon ziemlich mit Hausaufgaben beschäftigt und am Ende dann auch noch Paper und eine finale Abschlusspräsentation, die auf dem Paper beruht. Keine Ahnung – war wohl zu stressig für meine Nerven. Ich bin zwar nun durch seit genau einer Woche aber innerlich immer noch ziemlich aufgewühlt. Das macht sich vor allem gerade bemerkbar, weil es hier gerade halb 3 nachts ist und ich das Gefühl hatte, mal wieder was zu posten und mir alles von der Seele zu schreiben.

Mein soziales Leben hier habe ich relativ gut auf Kette bekommen, allerdings leidet meine „Karriere“ darunter. Die Jobsuche ist immer noch erfolglos, es kommt kein Geld rein, man gibt nur aus. Irgendwie deprimierend…

Ab Januar ist der Zeitpunkt gekommen, ab dem CV keine Unterstützung mehr beisteuert und wir unsere Host Family aus eigener Tasche bezahlen müssen. Ich fühle mich so schlecht dabei, weil ich einfach noch nicht einmal was in Aussicht habe…

Okay genug gejammert. Starten wir mit erfreulichen Nachrichten: Meine Kurse habe ich größtenteils mit A’s abgeschlossen, mein Auto war für kurze Zeit stillgelegt, konnte aber innerhalb von einem Tag repariert werden, Weihnachten steht vor der Tür und ich genieße gerade die College freie Zeit.

Am ersten Dezemberwochenende war die liebe Thani bei mir zu Besuch und wir haben an einem Sonntag zusammen mit Patricia aus Watertown die Niagara Fälle besucht. Es war schön, aber kalt! Da wir außerhalb der Saison dort waren wurde leider keine Bootstour mehr angeboten und wir haben uns die Wasserfälle dann einfach aus der Ferne angeschaut.

First casino…

then Niagara Falls

 

 

 

 

 

 

 

Eine weitere traurige Nachricht ist, dass alle meine internationalen Freunde sich über Weihnachten in die Heimat verschiedet haben und ich beinahe die einzige bin, die in Utica bleibt. Ebenso verlässt einer unserer sehr engen Freunde Utica auf längere Sicht und wir haben deshalb für ihn eine Abschiedsparty organisiert. Es war ein sehr cooler Abend, wir hatten auf jeden Fall eine Menge Spaß und es sind einige lustige Bilder entstanden. Hier ein kleiner Einblick:

Ebenso war ich neulich in Syracuse am Clinton Square, wo alles wunderschön beleuchtet war und sie eine Eislauffläche mitten im Park haben.

 

Das war’s erstmal wieder.

Ciaooo!

How I met my Bosnian sestra…

Unser Trip nach Washington DC startete am ersten November Wochenende. Von ungefähr 45 Leuten im international Club, konnten nur etwa 25 „Auserwählte“ mitkommen, da wir ein bestimmtes Budget vom Student Congress hatten. Glücklicherweise war ich unter ihnen. Was die Auswahlkriterien waren? So wirklich weiß ich das nicht. Angeblich musste man bei jedem Meeting anwesend sein, die in der Vergangenheit stattgefunden haben – da ich es aber zeitlich nicht immer einrichten konnte, habe ich nicht an JEDEM Meeting teilgenommen und musste somit befürchten, evtl. keinen Platz zu bekommen.

Dennoch erreichte mich ein paar Tage später nach meinem Boston Ausflug die Nachricht, dass ich einen Platz für den Washington-Trip habe und ich war super happy. Freitag, den 02.11.18 ging es früh morgens um 7 Uhr los. Wir brauchten etwa 8 Stunden nach Washington. Es war eine sehr anstrengende, aber auch witzige Fahrt. Der Busfahrer ließ uns an einem Parkhaus raus und wir wanderten von dort aus zum National Postal Museum auf der Massachusetts Avenue. Wir waren alle sehr geschafft vom Tag und konnten gar nicht mehr so wirklich aufpassen und uns konzentrieren. Dennoch habe ich das Museum als sehr schön un spannend empfunden.

Anschließend ging es für uns alle gemeinsam nach Chinatown. Dort erkundeten wir die Läden und Restaurants und aßen zum Dinner Ramen. Der Bus sollte uns gegen 9 pm zum Hotel bringen und so hatten wir noch gute drei Stunden totzuschlagen. Wir entschieden uns dazu shoppen zu gehen – ich habe mir aber fest vorgenommen nichts zu kaufen und tatsächlich auch geschafft! Ich brauche IMMER NOCH Winterschuhe und ich will unbedingt zuschlagen zum Black Friday und Cyber Monday.

Eingecheckt im Hotel haben wir dann gegen 9.30 pm und als wir im Zimmer waren sind wir direkt alle erst einmal unter die Dusche. Nachdem wir alle wieder fresh und halbwegs lebending waren entschieden wir uns dazu noch auszugehen, weil einer der Jungs aus unserer Gruppe Geburtstag hatte. An sich war es dann noch ein sehr gelungener Abend.

Mein Zimmer teilte ich mir mit May (Japan) und Edvina (Bosnien). Beide kannte ich vorher schon aus dem international Club und wir haben schon das eine oder andere Wort miteinander gewechselt. Ich empfand damals beide schon als sehr herzlich und aufgeschlossen. Auf dem Trip habe ich dann entdeckt, wie viele Gemeinsamkeiten ich mit Edvina hatte und sie ist mir in der kurzen Zeit so schnell ans Herz gewachsen. Ich hatte eine Menge Spaß mit ihr!!

Den Samstag haben wir dann als erstes die Memorials besucht (Lincoln Memorial und World War II Memorial) und das Washington Monument. Die Memorials waren mein persönliches Highlight. Es ist unglaublich schön dort auf dem Gelände, die Grünflächen sind sehr weitläufig, die Memorials schön anzusehen und unglaublich riesig. Die ganze Atmosphäre stimmt dort einfach – die Gedenkstätten sind von Wasser umgeben (Springbrunnen und Teiche) aber auch viele Beete mit Pflanzen und grünen Parkanlagen.

Anschließend ging es für uns durch einen botanischen Garten und wir besuchten das Kapitol (Sitz des Kongresses). Wir machten eine kostenlose Führung mit, auch hier muss ich sagen, dass diese sehr, sehr interessant war – nur war ich einfach viiiiel zu müde um der Tourguide Dame meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Auch wenn hinter dem Kapitol eine lange und eindrucksvolle Geschichte steckt, ist das Gebäude und die Dekorationen im Inneren noch viel ansehnlicher.

Leider habe ich nicht sehr viele Fotos gemacht, weil mein Handyakku gefühlt ständig leer war und ich einfach viel zu kaputt war, um mich auch noch auf Fotos machen zu konzentrieren. Aber ich werde im März nächsten Jahres mit Cultural Vistas noch einmal da sein und dann hoffentlich mehr Fotos machen.

Es war auch wieder eine laaaange Busfahrt nach Hause und wir machten nur eine kurze Pause. Am Sonntag gegen 9 pm erreichten wir dann wieder Utica.

Zusammengefasst: Es war unglaublich anstrengend, aber ich hatte so viel Spaß mit den anderen internationalen Studenten und wir hatten bis auf ein paar kleine Regenunterbrechungen unglaublich gutes Wetter!

Thank you, Edvina! <3 You are amazing.

 

 

Mein Besuch bei Thani in Andover, MA

Oi!

Das letzte Oktoberwochenende habe ich bei Thani in Andover verbracht. Das ist ein kleiner Vorort von Boston.

Ihre Gastfamilie ist super lieb und herzlich und ich konnte bei ihnen für das Wochenende einziehen. Geschlafen habe ich in dem Zimmer ihres Hostbruders, der nur alle paar Wochenenden einmal da ist.

Ich hatte Gott sei Dank ein verlängertes Wochenende also von Donnerstag bis Sonntag und ich bin mit JetBlue von Syracuse aus geflogen, was mir eine Menge Zeit gesparrt hat. Mein Flieger ging um 5 Uhr morgens und ich musste eine Stunde zum Flughafen fahren. Gegen 1.30 am habe ich mich also auf den Weg gemacht, um noch zeitig am Flughafen zu sein. Ich habe mein Auto direkt am Flughafen abgestellt und musste dann dafür selbstverständlich auch zahlen – ich glaube es waren 10 $ pro Tag. Der Flieger startete pünktlich und um 6.40 Uhr landete ich in Boston. Auf die liebe Thani musste ich noch etwas warten, was aber nicht schlimm war. Da der Verkehr katastrophal dort ist, kam sie etwas später am „Pick-Up“ Parkplatz an und wir haben auch eeewig wieder aus der Stadt rausgebraucht. Dann ging es weiter nach Lowell, zu ihrem College, wo sie erst einmal Unterricht hatte. Ich wartete auf sie im Aufenthaltsraum und beschäfigte mich mit Hausaufgaben. Nach etwa einer Stunde kam Sie zurück und wir gingen Mittagessen beim Mexikaner um die Ecke. Wir beide hatten Burritos und es war sehr lecker 🙂

Nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zu ihrer Voluntary Work. Auch sie arbeitet auf einer Farm (mit mir war es dann das zweite Mal) und wir hatten eine Menge Spaß. Brian (auf dem Bild unten) war unser Advisor für den Tag und zusammen mit ihm beluden wir Heuballen auf einen Truck und fuhren diese zurück zur Farm. Ebenso pflanzten wir Knoblauch.

Auch wenn der Tag für mich schon früh startete, hatte ich genug Energie, um auch den Abend noch zu überstehen und wir gingen zusammen mit Thanis Au Pair Freundin in einen Pub. Dort hatten wir einen netten Abend mit Bier und Billiard.

Freitag verbrachten wir den ganzen Tag in Boston. Unter anderem waren wir am Hafen, in der Public Library, besuchten Chinatown und gingen den Freedom Trail entlang.

Hier ein paar Eindrücke:

Am Abend besuchten wir eine Rooftop Bar von der aus wir einen Blick auf die Bostoner Skyline hatten:

Samstag begleitete ich Thani mit ihren Hosteltern zu einer Halloween Feier für die Kindergarten Kids (ihre Hostmum ist Direktor eines Kindergartens). Wir hatten eine Menge Spaß, weil wir zusammen dekoriert haben und die Kinder beobachtet haben beim Spielen und Tanzen. Ebenso gab es free food!!! 🙂

Als wir dann wieder zu Hause waren, machten wir uns fertig und fuhren anschließend nach Cambridge in einen Club zu einer „European student party“. Wir haben Tickets im Vorfeld über das Internet bestellt, obwohl das im Endeffekt wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen wäre… naja, der Club war auch kein richtiger Club sondern eher eine Bar und am Ende war ein kleiner seperater Tanzraum. Es war dennoch sehr, sehr cool. Der Pub hat mir gefallen, die Atmosphäre auch. Zu der Zeit waren auch alle Fernseher angeschaltet, da die Red Sox ein Spiel gegen die Dodgers hatten (und tatsächlich auch gewannen). Die Stimmung war also sehr ausgelassen und man konnte sich entscheiden zwischen Baseball schauen, tanzen, an der Bar trinken oder sogar essen (es gab kleine Snacks und Fastfood an der Theke).

Vermutlich trafen wir an dem Abend 82380348 Deutsche (übertrieben gesagt), u.a. Au Pair Mädchen, Ingineursstudeten vom MIT oder Naturwissenschaftler von der Harvard University.

Ein Fakt an den ich mich tatsächlich noch gewöhnen muss: Clubs und Bars schließen in den USA gegen 2 Uhr. Dann wenn womöglich Deutsche erst zum Feiern aufbrechen würden, werden in den Staaten schon „die Schotten dicht gemacht“.

Naja. Gegen 3 Uhr kamen wir dann auch erschöpft aber glücklich zu Hause an und machten den Sonntag zu einem „Chiller-Tag“. Das einzig Produktive, das wir geleistet haben, war ein bisschen shoppen zu gehen (ich habe mir nun sogar endlich Handschuhe und eine Mütze gekauft!) und davor waren wir noch typisch amerikanisches Frühstück essen. Das will ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Peace out!

PS: Tausend Dank noch einmal an dich, Thani! Es war ein so wunderbares Wochenende! Ich würde mich freuen, dich bald in Utica willkommen zu heißen <3.

Bald bricht der dritte Monat an…

¡HOLA!

unglaubliche 3 Monate sind hier vergangen wie im Flug. Mein Geburtstagsmonat der Oktober ist fast zu Ende und wir starten wahrscheinlich in einen unglaublich regnerischen, windigen und kalten November hier in Utica.

Zuerst die erfreuliche Nachricht: Ich habe mir endlich eine Winterjacke zugelegt – fehlen nur noch die Schuhe!

Zu meinem Geburtstag: Ich hatte einen unglaublich ereignisreichen Tag. Schon morgens (nach amerikanischer Zeit) begannen die Skypegespräche und WhatsApp Calls und diese endeten auch erst am Abend. Danke an alle, die an mich gedacht haben 🙂

Meine Hosts waren zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause und auch den ganzen Tag unterwegs, sodass wir meinen Geburstag um einen Tag „vorverlegt“ haben. Wir haben gemütlich zusammen Pizza gegessen, Mario Party auf der Switch gespielt und anschließend gab es die Bescherung. Jedes Familienmitglied hatte eine Kleinigekeit für mich vorbereitet und es es war unglaublich süß, mit welcher Sorgfalt die Geschenke ausgewählt worden sind (z.B. wollte mir mein kleiner Hostbrother unbedingt etwas für das Auto schenken und hat einen Lenkradschoner ausgesucht, der gleichzeitig noch die Hände im Winter vor dem Erfrieren schützt).

Nachdem am Samstagabend (den 13.10.) auch alle Telefongespräche vorbei waren, habe ich mich auf den Weg gemacht um ein paar Getränke zu besorgen, die ich zu meinem Geburtstag ausgeben wollte!

So richtig klar war aber bis dato noch nicht, mit wem ich meinen Geburstag verbringe – bis mich ein Anruf von Andrew erreichte!

Ich hatte die Möglichkeit einen kleinen Sit In bei ihm zu veranstalten mit ein paar Leuten aus dem internationalem Club. Andrew war ein wundervoller Gastgeber! Während ich nur das gute Heineken beisteuerte, besorgte er zwei Familienpizzen, Schokolade, Nachos und andere Dinge, um uns eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Wäre er nicht gewesen, wäre der Geburstag eindeutig ein Schuss in den Ofen geworden. So hatten wir tatsächlich alle eine gute Zeit zusammen. Ein dickes Shout-Out noch einmal an dich, Andrew! Ich hoffe dein Geburtstag wird genauso fancy!!! (er wird vermutlich nichts verstehen, da er kein Deutsch spricht, aber dafür gibt es ja Google Übersetzer).

Leider kann ich da nicht dabei sein, weil ich gerade zu Besuch bei der lieben Thani in Boston bin.

Aber ich werde hier sicherlich auch ein schönes Wochenede mit ihr verbringen. Obwohl es sehr, sehr, seeehr kalt schon ist. Mal gucken, was wir die nächsten Tage so unternehmen werden.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Grüüüüße,

Shanice

Thank you, guys!

How life is going so far

Hello my little fellas,

this is gonna be my first blogpost in English. Why? I don’t know… I think I just want to make sure that my brain starts thinking more and more in the other language. It’s a litte bit fatiguing switching between languages all the time.

When I am writing my friends in Germany or send them voice messages on WhatsApp I use German, when I am skyping with my family members I use German, too. Sometimes I have a whole evening only using German and didn’t talk at college at all (because my classes are kind of constructed like lectures – so you listen to the professor and there is only a little oral participation of the students). Then the next day I’m waking up and I literally forget to talk in English to my hosts.

Also I’ve got some problems with my assignements. I try to appear smart and searching all the time for professionals words but most of the time I end up with looking them up in the dictionary because they lack in my vocubalary. It’s not bad at all because if I look them up, I can remeber them better by heart but it costs me a lot of time. So sometimes I spend with homework around 3-4 hours and this is only one subject (for example reading a chapter in my marketing book and write a summary of the content).

So how is life going?

I really like my college and I also like the people. Although it is really difficult to find new friends. All of them are really nice and helpful but at the same time they are only interested in you on the surface. Nobody strives for a stronger relationship here, maybe because most of them are staying only for two years. And the second reason I think is, that all of them have settled their friendship groups so it is hard to get a place in there.

Well anyways I am busy with college all the time and instead of doing my homework I am writing this posts. It is good to talk about stuff which keeps you busy all the time and write down all your thoughts are kind of liberating.

I had one moment of happiness the last weekend. Since our soccer college team had a home game on campus I went there to watch them playing. The atmosphere was totally different to that what I was used to from German soccer matches but it was fun to me. The refs and linemen spoke English what first sounded strange to me and the players on the field were talking a mixture of English and Spanish. What was also strange to me is the fact that maybe only a few of the college students supported our team. It was a cloudy but no rainy day and I think that the bigger part of audience cheered the opponents.

I acclimatized with this situation very fast and I enjoyed the match a lot. The score was 8:1 for our Hawks. Watching soccer gives me a feeling of home – this is like my therapie to forget that I am sometimes homesick.

So guys – thank you that you made my day! I hope, I can watch a few other games till the end of season. Take care.

Also it is almost my birthday. I have only one week left – I really don’t know what I am gonna do.

Here is an appeal to all my German friends, colleagues and family: Please think of me and send congrats! Thank youuuu 🙂 (*fishing for some attention*)

Shout-out goes to my dad: I hope you figure out what I am writing without using google translator!!

See you later.

Shanice

Der College Alltag

Dadurch, dass ich meinen Marketing Kurs gewechselt habe, bin ich ja nun zwei mal in der Woche an einem anderen Campus. Von meinem zu Hause aus macht die Strecke zum Rome Campus keinen Unterschied.

Allerdings ist es ein heiden Aufwand vom Campus Rome zurück zum Campus Utica zu kommen. Und da ich nach dem Marketing Kurs meistens zum Hauptcampus düse, um mit meiner Collegekoordinatorin zu sprechen, den Sportkurs zu absolvieren oder aber Freiwilligenarbeit zu erledigen, verbringe ich eine ganze Zeit im Auto, um von A nach B zu kommen. Ohne Auto wäre es mir absolut unmöglich, diesen Ablauf zu organisieren – hier zeigt sich mal wieder wie unabdingbar ein Auto ist.

Ich bin momentan auch sehr eingebunden in Freiwilligenarbeit, ich habe bisher zwei verschiedene Jobs – einmal auf einer Farm (hier helfe ich beim Ernten, Unkraut jeten, Streichen, Rasenmähen etc.) und dann bei uns am College in der Dining Hall (Mensa), wo wir die Essenreste der letzten Tage verpacken, dokumentieren und dann auf das Auto der Suppenküchen verladen.

Dieser Job steht jeden Mittwoch und Freitag an. Bei der Farm bin ich flexibel, meist arbeite ich aber dort dienstags und donnerstags und ab und an am Wochenende.

Im Oktober werde ich zusätzlich noch anfangen bei dem Kunstmuseum in Utica auszuhelfen (mal schauen, was hier die genauen Tätigkeiten werden) und beim Aufsammeln von Müll im Park (auch organisiert vom College).

Insgesamt bin ich bemüht meine Hausaufgaben zu machen, versuche alle meine Kapitel in den Fachbüchern zu lesen und Schritt zu halten mit den ganzen Aufgaben und Assignements.

Ich bin sehr froh, dass ich nur 10 Credits habe. Andere haben 12 und werden damit als Vollzeitstudenten betitelt. Ich kann mir das kaum vorstellen noch einen Kurs mehr zu belegen, da wäre ich ja noch mehr eingespannt und hätte weniger Freizeit.

In der Hostfamilie läuft auch alles immer noch sehr gut, alle sind nach wie vor sehr nett und freundlich und versuchen zu unterstützen, wo sie können.

Es ist mehr ein freundschaftliches als familiäres Verhältnis, aber so habe ich es auch erwartet und es ist gut so.

Mein erster Besuch hat sich auch schon angekündigt und über Weihnachten und Silvester habe ich Besuch aus der Heimat <3. Darauf freue ich mich.

Ich hoffe, dass ich im Herbst noch einige Ausflüge unternehmen kann, aber das richtet sich vor allem nach dem Wetter und nach meinen Aufgaben vom College.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Byeee

 

Meine zweite Woche am College

Ich habe nun fast zwei Wochen am College überstanden. Bisher habe ich Berge an Hausaufgaben bewältigt, mich um Voluntary Arbeit gekümmert und in der Drop On/Dropp Off Phase doch noch meinen Marketing Kurs gewechselt. Das bedeutet für mich, dass ich montags und mittwochs an einem anderen Campus Unterricht habe – letztendlich macht es keinen Unterschied, da es von meinem zu Hause etwa die gleiche Strecke wie nach Utica ist.

Ich mag diesen Marketing Kurs auf jeden Fall mehr als den vorherigen, auch wenn wir hier ein Ganzsemester-Projekt haben. Wir mussten uns für eine Non-Profit Organisation entscheiden und diese auf Ihre Marketing Strategien analysieren. Insgesamt ist das Projekt in 4 Module unterteilt und alle 3 Wochen müssen wir ein Modul vollständig abgeben (sprich alle Fragen beantworten, Statistiken raussuchen und Befragungen durchführen).

Ebenso hatte ich das erste mal am Wochenende zu anderen Mitstudenten Kontakt (natürlich auch Internationale – keine Amerikaner). Wir hatten am Freitag das erste Club-Treffen für den internationalen Club. Hier lernten wir uns erst einmal untereinander kennen, machten eine Vorstellungsrunde, besprachen den anstehenden Club Day (ein Tag an dem sich alle Clubs auf dem Campus vorstellen) und die Wahl des Clubsekretärs. Geplant ist, dass wir uns einmal die Woche am Freitag treffen, um alles wichtige zu besprechen.

Die Veranstaltung löste sich allmählich auf und ich wurde von einigen Südamerikanern angesprochen, ob ich mit ihnen den Freitag Abend verbringen möchte. Sie hatten geplant in eine Bar zu gehen und andere Internationale würden auch kommen – ich willigte ein. Wir trafen uns dann gegen Abend bei einem der „off campus“ wohnte. Es war ein gemütlicher Abend in einer coolen Runde und letztendlich sind wir auch nicht nochmal in die Stadt, weil alle mit der Situation zufrieden waren.

Am Samstag machte ich mich dann mit meinen Hosts auf den Weg zu der Veranstaltung ‚Cruisin into Waterville‘, die nur wenige Fahrminuten von uns entfernt war. Das Dorf Waterville ist sehr klein, aber auch sehr hübsch. Wir haben unser Auto am Dorfeingang geparkt und sind dann zu Fuß durchgeschlendert.

Es gab viel zu sehen, u.a. spielten Bands, es gab Fressbuden und Verkaufsstände (wie auf einem Flohmarkt) aber die größte Attraktion waren wohl die mehreren 100 Oldtimer, die auf einer großen Wiese ausgestelllt waren.

Hier ein paar Bilder:

Mein Wochenende ließ ich wieder ganz ruhig ausklingen und nun freue ich mich auf die weitere Woche College.

Morgen steht ein Test in HRM an und ich werde die Woche das erste Mal meine Gym Class haben.

Ebenso werde ich jetzt wohl zum zweiten Mal Voluntary Work auf einer Farm ableisten und hoffentlich auch bei uns am College in der Dining Hall.

Ich werde versuchen ein paar Fotos davon zu machen und näher auf meine Tätigkeiten einzugehen.

 

Byeee

Meine erste Woche am College

Der erste „richtige“ Tag am College war der 05. September. Aber eigentlich kann man das auch nicht „richtig“ nennen, da es am ersten Tag meistens nur um den „Syllabus“ geht – eine Art Kursplan, der von jedem Lehrer für jeden Kurs individuell angefertigt wird. Hier sind alle wichtigen Dinge für das Semester aufgelistet wie Kursmaterial, Hausaufgaben und Examen und die prozentuale Gewichtung der zu erbringenden Leistungen. Das wurde in jedem Kurs besprochen, danach gab es einen kleinen Einstieg (meist mithilfe einer Präsentation) in das erste Thema.

Viel interssanter ist wohl, welche Kurse ich dieses Semester belegen werden. Ich habe mich entschieden für: Introduction to Business Administration, HR Management, Marketing und den Gym Kurs.

Da ich nicht wie die anderen internationalen Studenten dort einen Abschluss machen will, sondern zum größten Teil dort bin für den interkulturellen Austausch und um das amerikanische Schulleben kennen zu lernen, verstehe ich immer noch nicht so ganz, warum ich Lehrmittel kaufen muss, die sich ingesamt auf über 200,00 $ belaufen. Ich hatte zwar in manchen Fächern Glück und konnte einige Bücher über Amazon ausleihen und habe somit bestimmt über die Hälfte gespart, aber einige Lehrmittel lassen sich nicht günstig erwerben (zum Beispiel den Online Zugang den ich für meine Marketing Klasse benötige). Hier bin ich immer noch am überlegen, wie ich da herumkomme – eine Möglichkeit wäre evtl. den Kurs zu wechseln. Ich werde mich hierzu aber noch einmal mit dem Professor ausstauschen.

Ebenso überfordert war ich bereits am ersten Tag schon mit den Hausaufgaben.

Die meisten Hausaufgaben und Unterrichtsinhalte werden auf der eigenen Onlineplatform des Colleges hochgeladen (Probs an das College: Es wird hier zumindest versucht auf die Umwelt zu achten und es werden nicht zu viele Arbeitsblätter ausgeteilt).

Von zwei Kursen waren bereits VOR Semesterstart schon die Hausaufgaben hochgeladen. Innerhalb von einer Woche musste ich also 4 Kapitel lesen, Notizen rausschreiben und einige Aufgaben dazu bearbeiten. Eine wirkliche Herausforderung, da ich das letzte Mal wirklich Hausaufgaben auf dem Gymnasium gemacht habe.

Deshalb musste ich mich erst einmal bei jedem in meinem Umfeld darüber beschweren, bevor ich starten konnte.

Letztendlich machte ich mich dann aber doch an die Arbeit. Ich bin aber immer noch nicht ganz fertig.

Ich habe mich bisher bei dem Internationalen Club eingetragen, es fanden aber noch keine Treffen statt. Ich hoffe aber, dass wir uns spätestens in 1-2 Wochen zusammensetzen.

Ebenso hoffe ich, dass es mit der „Voluntary Work“ voran geht – ich möchte am College in der Dining Hall aushelfen. Hier werden die Reste des Tages verpackt und dann an die Suppenküchen und Tafeln der Umgebung ausgeliefert (das wird direkt vom MVCC) angeboten. Ich hoffe auch darauf, auf einer Farm in Westmoreland aushelfen zu können. Hier wird voraussichtlich ein Treffen am Donnerstag stattfinden. Ich hab mich bisher nur mit dem Farmbesitzer am Telefon unterhalten, aber er klingt seht nett.

Ich halte euch auf dem Laufenden in meinem nächsten Blog hoffentlich über meine Freiwilligenarbeit, die zweite Collegewoche und meinen weiteren Alltag.

 

Bye for now.