Vor gut einer Woche habe ich spontan einen günstigen Flug nach Denver gebucht – die Hauptstadt des Staates Colorado. Der Staat wirkt sehr fortschrittlich, zumindest bezogen auf erneuerbare Energien, und in der Stadt Boulder, ca. eine Stunde von Denver entfernt wohnen laut einer Studie die glücklichsten Menschen in den USA. Nachdem ich gelandet war, war mir auch klar, warum dieser Flug mit Frontier Airlines nicht ganz so teuer war. Die Sitze waren extrem unbequem, ich denke, dass war das erste mal, dass ich auf einem kaum dreistündigen Flug so krasse Rückenschmerzen bekommen habe.
Colorado liegt im Zentrum der USA, auch Mountain Region genannt, und die Temperaturen waren dementsprechend ziemlich kalt. Dafür sieht man von fast jeder Stelle der Stadt die Rocky Mountains. Darin verborgen liegt Aspen, das Dorf ist bekannt für seine Prominenten Besucher, welche in dem Skigebiet Ihren Winterurlaub verbringen.
Am ersten Tag war ich ich im Red Rock Amphitheater Park in Morrison, das ist die perfekte Gegend zum wandern! Da momentan Nebensaison ist, war kaum etwas los und das üblicherweise rote Theater war weiß. Ich hätte am liebsten den ganzen Tag die Rocky Mountains erkundet, da es in der sonnigen und verschneiten Landschaft wirklich wunderschön war. Aber da ich nur wenig Zeit hatte, ging es mittags mit Lyft shared (das öffentliche Verkehrsnetz lässt mal wieder zu wünschen übrig) wieder nach Denver.
Dort habe ich den restlichen Tag und am nächsten Morgen Downtown und eine paar andere schöne Spots in der Stadt angeschaut. Besonders gefallen hat mit der Union Square. Das ist ein Bahnhofsgebäude, welches zu einer Art Food-Mall umgebaut wurde, perfekt um sich von den eisigen Temperaturen aufzuwärmen! Denver hat mir sehr gut gefallen, es ist eine schöne und moderne Stadt voller glücklicher Menschen (mehr oder weniger haha).




Red Rock Amphitheater, Morrison



Rocky Mountains


Larimer Square


Union Square


Eineinhalb Tage später ging es für mich wieder zum Flughafen für die längere Reise nach Washington D.C.. Da meine Hostmum in der neuen Gastfamilie aus DC samstags eine Geschäftsreise antreten musste, bin ich bereits Donnerstag gestartet, um sie vorher kennenzulernen.
Der Flug wurde nach dem Motto – sie soll zu einer angemessenen Zeit abheben und dennoch zu einer angemessenen Zeit landen – gebucht. Da es von der West-an die Ostküste ging, wurde es schlußendlich ein Nachtflug mit einem Umstieg in Chicago. Das war vermutlich einer der längsten Nächte meines Lebens. Ich musste zuerst sehr lange in Seattle warten, da ich Stunden früher gekommen bin, da aufgrund des Government Shutdown die Sicherheitskontrollen nicht vollständig besetzt waren. Dann musste ich in Chicago durch den Flughafen rennen, um meinen Anschlussflug zu bekommen. Innerhalb von sieben Minuten habe ich das Terminal gewechselt, als ich beim Gate ankam, war bereits die erste Gruppe am boarden.
Auf dem Anschlussflug bin ich dann immer wieder eingenickt, und nach überraschend kurzer Zeit ziemlich verwirrt in Baltimore gelandet. In Seattle wäre es dann fünf Uhr morgens gewesen, doch plus drei Stunden Zeitverschiebung ergibt acht Uhr, und nach eine weitere Stunden mit dem Auto war es schon neun Uhr, als ich an meinem Zielort Bethesda ankam. Somit habe ich Samstag morgens meine neue Hostfamilie kennengelernt. Ich werde nun sieben Wochen in Maryland leben, das ist neben Virginia der Staat, welcher den District of Columbia umschließt.