Der College Alltag

Dadurch, dass ich meinen Marketing Kurs gewechselt habe, bin ich ja nun zwei mal in der Woche an einem anderen Campus. Von meinem zu Hause aus macht die Strecke zum Rome Campus keinen Unterschied.

Allerdings ist es ein heiden Aufwand vom Campus Rome zurück zum Campus Utica zu kommen. Und da ich nach dem Marketing Kurs meistens zum Hauptcampus düse, um mit meiner Collegekoordinatorin zu sprechen, den Sportkurs zu absolvieren oder aber Freiwilligenarbeit zu erledigen, verbringe ich eine ganze Zeit im Auto, um von A nach B zu kommen. Ohne Auto wäre es mir absolut unmöglich, diesen Ablauf zu organisieren – hier zeigt sich mal wieder wie unabdingbar ein Auto ist.

Ich bin momentan auch sehr eingebunden in Freiwilligenarbeit, ich habe bisher zwei verschiedene Jobs – einmal auf einer Farm (hier helfe ich beim Ernten, Unkraut jeten, Streichen, Rasenmähen etc.) und dann bei uns am College in der Dining Hall (Mensa), wo wir die Essenreste der letzten Tage verpacken, dokumentieren und dann auf das Auto der Suppenküchen verladen.

Dieser Job steht jeden Mittwoch und Freitag an. Bei der Farm bin ich flexibel, meist arbeite ich aber dort dienstags und donnerstags und ab und an am Wochenende.

Im Oktober werde ich zusätzlich noch anfangen bei dem Kunstmuseum in Utica auszuhelfen (mal schauen, was hier die genauen Tätigkeiten werden) und beim Aufsammeln von Müll im Park (auch organisiert vom College).

Insgesamt bin ich bemüht meine Hausaufgaben zu machen, versuche alle meine Kapitel in den Fachbüchern zu lesen und Schritt zu halten mit den ganzen Aufgaben und Assignements.

Ich bin sehr froh, dass ich nur 10 Credits habe. Andere haben 12 und werden damit als Vollzeitstudenten betitelt. Ich kann mir das kaum vorstellen noch einen Kurs mehr zu belegen, da wäre ich ja noch mehr eingespannt und hätte weniger Freizeit.

In der Hostfamilie läuft auch alles immer noch sehr gut, alle sind nach wie vor sehr nett und freundlich und versuchen zu unterstützen, wo sie können.

Es ist mehr ein freundschaftliches als familiäres Verhältnis, aber so habe ich es auch erwartet und es ist gut so.

Mein erster Besuch hat sich auch schon angekündigt und über Weihnachten und Silvester habe ich Besuch aus der Heimat <3. Darauf freue ich mich.

Ich hoffe, dass ich im Herbst noch einige Ausflüge unternehmen kann, aber das richtet sich vor allem nach dem Wetter und nach meinen Aufgaben vom College.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Byeee

 

Meine zweite Woche am College

Ich habe nun fast zwei Wochen am College überstanden. Bisher habe ich Berge an Hausaufgaben bewältigt, mich um Voluntary Arbeit gekümmert und in der Drop On/Dropp Off Phase doch noch meinen Marketing Kurs gewechselt. Das bedeutet für mich, dass ich montags und mittwochs an einem anderen Campus Unterricht habe – letztendlich macht es keinen Unterschied, da es von meinem zu Hause etwa die gleiche Strecke wie nach Utica ist.

Ich mag diesen Marketing Kurs auf jeden Fall mehr als den vorherigen, auch wenn wir hier ein Ganzsemester-Projekt haben. Wir mussten uns für eine Non-Profit Organisation entscheiden und diese auf Ihre Marketing Strategien analysieren. Insgesamt ist das Projekt in 4 Module unterteilt und alle 3 Wochen müssen wir ein Modul vollständig abgeben (sprich alle Fragen beantworten, Statistiken raussuchen und Befragungen durchführen).

Ebenso hatte ich das erste mal am Wochenende zu anderen Mitstudenten Kontakt (natürlich auch Internationale – keine Amerikaner). Wir hatten am Freitag das erste Club-Treffen für den internationalen Club. Hier lernten wir uns erst einmal untereinander kennen, machten eine Vorstellungsrunde, besprachen den anstehenden Club Day (ein Tag an dem sich alle Clubs auf dem Campus vorstellen) und die Wahl des Clubsekretärs. Geplant ist, dass wir uns einmal die Woche am Freitag treffen, um alles wichtige zu besprechen.

Die Veranstaltung löste sich allmählich auf und ich wurde von einigen Südamerikanern angesprochen, ob ich mit ihnen den Freitag Abend verbringen möchte. Sie hatten geplant in eine Bar zu gehen und andere Internationale würden auch kommen – ich willigte ein. Wir trafen uns dann gegen Abend bei einem der „off campus“ wohnte. Es war ein gemütlicher Abend in einer coolen Runde und letztendlich sind wir auch nicht nochmal in die Stadt, weil alle mit der Situation zufrieden waren.

Am Samstag machte ich mich dann mit meinen Hosts auf den Weg zu der Veranstaltung ‚Cruisin into Waterville‘, die nur wenige Fahrminuten von uns entfernt war. Das Dorf Waterville ist sehr klein, aber auch sehr hübsch. Wir haben unser Auto am Dorfeingang geparkt und sind dann zu Fuß durchgeschlendert.

Es gab viel zu sehen, u.a. spielten Bands, es gab Fressbuden und Verkaufsstände (wie auf einem Flohmarkt) aber die größte Attraktion waren wohl die mehreren 100 Oldtimer, die auf einer großen Wiese ausgestelllt waren.

Hier ein paar Bilder:

Mein Wochenende ließ ich wieder ganz ruhig ausklingen und nun freue ich mich auf die weitere Woche College.

Morgen steht ein Test in HRM an und ich werde die Woche das erste Mal meine Gym Class haben.

Ebenso werde ich jetzt wohl zum zweiten Mal Voluntary Work auf einer Farm ableisten und hoffentlich auch bei uns am College in der Dining Hall.

Ich werde versuchen ein paar Fotos davon zu machen und näher auf meine Tätigkeiten einzugehen.

 

Byeee

Meine erste Woche am College

Der erste „richtige“ Tag am College war der 05. September. Aber eigentlich kann man das auch nicht „richtig“ nennen, da es am ersten Tag meistens nur um den „Syllabus“ geht – eine Art Kursplan, der von jedem Lehrer für jeden Kurs individuell angefertigt wird. Hier sind alle wichtigen Dinge für das Semester aufgelistet wie Kursmaterial, Hausaufgaben und Examen und die prozentuale Gewichtung der zu erbringenden Leistungen. Das wurde in jedem Kurs besprochen, danach gab es einen kleinen Einstieg (meist mithilfe einer Präsentation) in das erste Thema.

Viel interssanter ist wohl, welche Kurse ich dieses Semester belegen werden. Ich habe mich entschieden für: Introduction to Business Administration, HR Management, Marketing und den Gym Kurs.

Da ich nicht wie die anderen internationalen Studenten dort einen Abschluss machen will, sondern zum größten Teil dort bin für den interkulturellen Austausch und um das amerikanische Schulleben kennen zu lernen, verstehe ich immer noch nicht so ganz, warum ich Lehrmittel kaufen muss, die sich ingesamt auf über 200,00 $ belaufen. Ich hatte zwar in manchen Fächern Glück und konnte einige Bücher über Amazon ausleihen und habe somit bestimmt über die Hälfte gespart, aber einige Lehrmittel lassen sich nicht günstig erwerben (zum Beispiel den Online Zugang den ich für meine Marketing Klasse benötige). Hier bin ich immer noch am überlegen, wie ich da herumkomme – eine Möglichkeit wäre evtl. den Kurs zu wechseln. Ich werde mich hierzu aber noch einmal mit dem Professor ausstauschen.

Ebenso überfordert war ich bereits am ersten Tag schon mit den Hausaufgaben.

Die meisten Hausaufgaben und Unterrichtsinhalte werden auf der eigenen Onlineplatform des Colleges hochgeladen (Probs an das College: Es wird hier zumindest versucht auf die Umwelt zu achten und es werden nicht zu viele Arbeitsblätter ausgeteilt).

Von zwei Kursen waren bereits VOR Semesterstart schon die Hausaufgaben hochgeladen. Innerhalb von einer Woche musste ich also 4 Kapitel lesen, Notizen rausschreiben und einige Aufgaben dazu bearbeiten. Eine wirkliche Herausforderung, da ich das letzte Mal wirklich Hausaufgaben auf dem Gymnasium gemacht habe.

Deshalb musste ich mich erst einmal bei jedem in meinem Umfeld darüber beschweren, bevor ich starten konnte.

Letztendlich machte ich mich dann aber doch an die Arbeit. Ich bin aber immer noch nicht ganz fertig.

Ich habe mich bisher bei dem Internationalen Club eingetragen, es fanden aber noch keine Treffen statt. Ich hoffe aber, dass wir uns spätestens in 1-2 Wochen zusammensetzen.

Ebenso hoffe ich, dass es mit der „Voluntary Work“ voran geht – ich möchte am College in der Dining Hall aushelfen. Hier werden die Reste des Tages verpackt und dann an die Suppenküchen und Tafeln der Umgebung ausgeliefert (das wird direkt vom MVCC) angeboten. Ich hoffe auch darauf, auf einer Farm in Westmoreland aushelfen zu können. Hier wird voraussichtlich ein Treffen am Donnerstag stattfinden. Ich hab mich bisher nur mit dem Farmbesitzer am Telefon unterhalten, aber er klingt seht nett.

Ich halte euch auf dem Laufenden in meinem nächsten Blog hoffentlich über meine Freiwilligenarbeit, die zweite Collegewoche und meinen weiteren Alltag.

 

Bye for now.

Mein College – das MVCC

Das Mohawk Valley Community College wurde 1946 gegründet. Es hat sich zum ersten Community College des Staates New York entwickelt, dem größten College zwischen Syracuse und Albany und dem wichtigsten Anbieter von Hochschulbildung. Das College, welches sich über zwei Campusse erstreckt – einen in Utica und einen weiteren in Rome – bietet 90 verschiedene Abschlüsse für die 6.000 Voll- und Teilzeitstudenten. Es gibt 22 Sportprogramme und mehr als 50 Clubs und Organisationen, die Studenten mit einer Vielzahl von Tätigkeiten versorgen, um sich auszuleben und ihre Möglichkeiten zu erforschen. Der Hauptcampus am Sherman Drive wurde 1960 eröffnet (einschließlich des Academic Building, des Physical Education Building und des Alumni College Centre) und wurde vom berühmten Architekten Edward Durell Stone entworfen, zu dessen Weltklasse-Projekten die Radio City Music Hall und das Museum of Art in New York City gehören. Das 112.000 Quadratmeter große Grundstück beherbergt außerdem ein Fitness-Center, drei Mehrzwecksportplätze, eine Indoor-Tartanbahn und ein Theater für große Veranstaltungen. Der Campus in Rome bietet acht einzigartige Programme, darunter mehrere Krankenpflegeausbildungen, chirurgische Technologie und das Programm „Airframe and Powerplant Technology“, das den Studenten ermöglicht praxisnah an Flugzeugen wie der Boeing 727 zu arbeiten. MVCC und seine Partner in der Gemeinde arbeiten zusammen, um Projekte in der Region anzubieten und zu fördern, wie zum Beispiel thINCubator (Unterstützer für Startup Unternehmen) und ein Educational Opportunity Center (Karrierecenter).

Logo des Colleges

 

Hier ein paar Bilder vom Campus:

Meine Orientierungswoche am College

Die Orientierungswoche startete am 29.08.18 mit einem Willkommensfrühstück in einem der IT Gebäude am College.

Da ich vorher schon einige Male dort war, um meine College Koordinatorin zu treffen und mit meinen Hosts am Campus schwimmen war, kannte ich mich schon etwas aus und habe den Raum direkt auffinden können.

Ich traf auf junge Stundenten mit den unterschiedlichsten Nationalitäten und aus verschiedenen Altersgruppen. Ebenso hatten wir alle ein unterschiedliches Englischlevel, was das verständigen schwieriger machte, aber es waren definitiv auch ein paar lustige Momente dabei. Neben mir fangen zeitgleich zwei Japaner, zwei Koreaner, ein Mädchen aus Äthiopien, ein Junge aus Italien und einer aus der Dominikanischen Republik.

Es gab zum Frühstück Bagels mit Frischkäse, Orangensaft, Müsliriegel und andere Snacks und so stärkten wir uns erst einmal für den langen Orientierungstag. Am ersten Tag musste noch alles organisatorische erledigt werden – sprich die letzten Formalitäten und Studentenausweise. Ebenso machten wir eine Campus Tour und lernten ein paar (internationale) Lehrer kennen.

Den Abend ließen wir im „Dorm“ ausklingen mit einer Game Night.

Die nächsten Tage fanden einige Tests statt (writing, reading and Math) an denen ich zum Glück nicht teilnehmen musste, da ich diese schon bei Ankuft an meinem Platzierungsort absolvierte. Ebenso wurden von unserer Collegekoordinatorin, die extra nur für uns internationale Studenten zuständig ist, Präsentationen vorgetragen Themen waren u.a.: Sicherheit und Gesetze in den USA, Krankenversicherung, Verhalten im Klassenzimmer, Social Media in den USA, die Stadt Utica und seine Sehenswürdigkeiten, …

So gingen die ersten Tage der Orientierungswoche relativ schnell um. Heute (Samstag) erkundeten wir die Stadt; wir fuhren mit dem Bus in die Innenstadt und gingen dann weiter zu Fuß. Vorbei an der Bücherei, am Stanley Theater, an bekannten Restaurants und Imbissen und zum Schluss machten wir eine Tour durch das Art Museum. Wie ihr euch vielleicht erinnert, war ich bereits dort, als ich mit meinen Hosts zusammen auf der Fandemicon war. Aber ich habe wieder neue Sachen gesehen, z.B. auch die Ausstellung über Kimonos (Kimono! The Artistry of Itchiku Kubota).  

Die Kimonos waren wirklich beeindruckend, nur meist sehr groß und schlecht auf ein Bild zu bekommen und es standen gefühlt überall Leute rum, sodass man kein vernünftiges Foto machen konnte. Meistens waren mehrere Kimonos aneinander gereiht und an den Wänden aufgehängt. Nebeneinander ergaben sie eine große Leinwand und ergänzten sich gegenseitig. Meist waren typische japanische Landschaften oder Figuren aus der japanischen Mythologie zu erkennen.

Hier ein Beispielstück aus der Ausstellung:

Symphony of Light: Seasons Yuu/ Spring Air Approaching Snowy Mountains (1991) tie-dyeing and ink painting on silk crepe (chirimen) with silver wefts 198×139 cm

 

Alle 3-4 Monate wechselt die „extra“ Ausstellung, die meist im zweiten Stock stattfinden, und ich werde bestimmt auch zur nächsten gehen. Der Internetseite des Munson Williams Proctor Art Institute ist zu entnehmen, dass die nächste Ausstellung über „American Indian Art“ sein wird.

Sonntag (morgen) ist der Tag an dem wir einen „Free Day“ haben. Ich denke ich werde dann nur entspannen.

Montag und Dienstag sind ebenso Orientierungstage (auch für die ganzen „Freshmans“) und wir werden hier noch einmal ein paar wichtige Informationen bekommen, bevor die Kurse losgehen.

PS: Passend zum College Start habe ich nun alle Dinge mit dem DMV und dem Auto regeln können und ich konnte zum ersten Tag der Orientierungswoche sogar mit meinem eigenem Auto fahren. Ich bin bisher zufrieden und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Leider ist alles bis auf Sprit hier teurer als in Deutschland und ich zahle einen meiner Meinung nach einen unmenschlcih hohen Preis für die Versicherung und ich denke auch, dass das so weiter bleiben wird, es sei denn, ich besorge mir den amerikanischen Führerschein.

Mal gucken, ob ich fähig bin das im ganzen „Collegestress“ auch noch unterzubringen. Aber ich will ja nicht zu viel #mimimi machen.

Bis zum nächsten Mal. Byeeee

 

Bild

Meine zweite Woche bei meinen Hosts

Was bisher geschah:

Autokauf-Update – das Auto ist bisher immer noch beim Händler, da dem DMV (Zulassungsstelle) ein zusätzlicher Nachweis über meine Identität gefehlt hat. Obwohl bereits mein deutscher Führerschein vorlag. Und da soll noch einmal einer sagen Deutsche wären bürokratisch und korrekt… Bisher habe ich immer noch nichts vom Händler gehört.

Ebenso habe ich nun „den Rest“ der Familie kennengelernt. Die Zwillinge Aidan und Eliot kamen für 3 Tage zu uns, die sonst die anderen Tage bei Ihrer Mum verbringen. Die Eltern teilen sich das Sorgerecht und sie verbringen jede zweite Woche sogar 5 Tage am Stück mit uns.

Die ganze Familie

 

mein kleiner Gastbruder (wir haben Halloweensticker auf der Stirn)

Am Donnerstag, den 23.08. besuchten wir dann alle zusammen Fort Stanwix (wie in meinem Beitrag davor schon erwähnt) in Rome. Das Fort wurde 1758 im Franzosen- und Indianerkrieg durch die britische Kolonialarmee in Nordamerika unter General John Stanwix errichtet; zum Schutz einer knapp 5 km langen Portage zwischen dem Mohawk River und dem Wood Creek auf dem einzigen Wasserweg durch die Bergkette der Appalachen. Später (1776) wurde das verfallene Fort an derselben Stelle von der Armee der Vereinigten Staaten aufgebaut und im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg genutzt.

Man durchlief zuerst ein Museum, in dem die Geschichte des Forts durch Ausstellungsstücke, Banner und Flyer sowie Kurzfilmen erklärt und veranschaulicht wurde. Anschließend konnte man das (rekonstruierte) Fort besichtigen und sogar alle Räume und Kabinen betreten. Wir verbrachten fast zwei Stunden dort, erkundeten alles und machten einige Fotos. Obwohl meine Gastfamilie schon öfter dort war, nahmen sie sich die Zeit, um mit mir alles zu durchlaufen.

Fort Stanwix von oben

Innenhof von Fort Stanwix

Zeltlager im Graben von Fort Stanwix

Schild am Eingang

Den Tag danach am 24.08. brachten wir die Zwillinge weg und gingen danach schwimmen am MVCC. Eigentlich war geplant, dass wir danach zu einem Fußballspiel von Freunden gehen, das ist dann leider ausgefallen, weil das Spiel nach vorne verlegt wurde und wir zu der Zeit noch unterwegs waren.

Da wir nach dem Schwimmen alle ziemlich ausgelaugt und hungrig waren, entschieden wir uns für ein Buffet essen. Meine Gastmutter meinte, das Lokal wird vielleicht merkwürdig auf mich wirken – als wir dann dort ankamen wusste ich, was sie meinte. Wir aßen in einem Casino, dass ein Abendbuffet zu 7,77$ anbietet. An dem Casino grenzt eine Pferderennbahn an, im Nebenraum des Essenssaal befanden sich etliche Automaten sowie Black-Jack und Pokertische. Es war wirklich kurios, aber das Essen war gut und abwechlungsreich und für den Preis konnte man wirklich nicht meckern.

Ich glaube dieses Konzept ist eine Marktlücke in Deutschland.

Am Sonntag sollte unser Tag eigentlich sehr aktionreich ausfallen. Wir haben früh morgens das Haus verlassen und haben uns auf den Weg Richtung Binghamton gemacht. In einer Ortschaft in der Nähe findet von Mai bis September ein großer Outdoor Flohmarkt statt. Nach knapp zwei Stunden Autofahrt sind wir dann endlich angekommen, um dann festzustellen, dass das Gelände wegen der starken Regenfälle gesperrt wurde. Leider kann man sowas online nicht nachschauen und so sind wir die Strecke fast „umsonst“ gefahren. Wir haben dann bei einem Fast Food Restaurant gehalten und uns Getränke geholt, danach sind wir zu einem Second Hand Laden und in einen Comicbookstore.

Comicbookstore

Um 03.00 pm waren wir auf dem Geburtstag des Cousin meines kleinen Gastbruders eingeladen. Der Geburtstag fand in einem Park in New Hatford statt – hier konnte man einen Pavillon mit Grill mieten. Allerdings entschieden sich die Gastgeber für ein „kaltes Buffet“ mit Salat, Nudelsalat und kleinen Snacks. Anschließend gab es noch eine Minionstorte. Wir verließen den Geburstag nach etwa 3 Stunden und kamen satt und geschafft zu Hause an. Das Wochenende ließen wir gemütlich auf der Couch ausklingen.

 

 

 

 

 

Autokauf in den USA

Das wohl spannendste Thema in der ersten Zeit ist für uns PPPler wohl der Autokauf.

Schon in Deutschland hat man sich auf dem Vorbereitungsseminar in Bad Bevensen Gedanken gemacht und auch kurz vor Ausreise wurden wir darauf noch einmal „gebrieft“, da wir auf unserem Orientierungsseminar in NYC auch noch einmal kronketere Einweisungen zum Thema „Autokauf“ bekommen.

Tatsächlich wurde das Thema dann in NYC auch einmal präsentiert und zwar mit Power Point. Wir erhielten Empfehlungen zu verschiedenen Automodellen, Autoversicherungen und auch seriösen Autohändlern bzw. Internetseiten. So gut es auch von unserer Organisation gemeint war – wirklich hilfreich fand ich es zumindest nicht. Dadurch, dass in jedem Budesstaat eh überall regeln gelten zum Führerschein aber auch zur Anmeldung und Registrierung des Autos, konnte man das Thema sowieso nicht verallgemeinern.

Ich machte mich also schon ziemlich am Anfang auf die Suche nach Autos. Meine Hosts waren immer so nett und haben mich begleitet. Wir haben erst direkt in Utica nach Gebrauchtwagen geschaut. Hier gibt es eine Automeile an der sich ein Händler nach dem anderen tummelt. Leider waren diese von der Preisklasse etwas höher und auch ein gebrauchter kleiner „Ford“ fing hier bei 3700 $ an.

Mein Budget legte ich mir selbst auf max. 2500$, alles was drunter liegt würde mich natürlich erfreuen.

Und da ich von den Händlern hier in meiner Gegend sehr frustiert war, ging ich nun auf die Suche nach einem Auto auf eher – naja sagen wir „unseriösen“ Seiten (siehe Craigslist – ähnlich wie eBay Kleinanzeigen in Deutschland). Hier treiben sich in erster Linie Privatpersonen rum, die jeden möglichen Kram loswerden wollen. So auch Fahrzeuge u.ä.

Nach einigen positiven Rückmeldungen der Verkäufer auf meine Frage, ob denn das Auto noch verfügbar sei, wurde ich dennoch schnell misstrauisch, da ausnahmslos ALLE keinen Check akzeptierten und alles am liebsten direkt BAR auf die Hand bekommen wollten. Da war bei mir sowieso nicht machbar, da alle Autos, die mich interessiert haben ab 2200$ losgingen und ich so viel „Cash“ nicht auf Tasche habe. Ich kann zwar mit meiner Kreditkarte Geld abheben, diese hat aber ein Cash Limit von 2000$ im Monat. So entschied ich mich doch wieder nach Händlern in meiner Umgebung zu schauen. Ich wurde tatschlich auch schnell wieder fündig, bei einem Autohändler nahe Utica in Frankfort, der auch eine sehr ansprechende Homepage betreibt.

Hier konnte man alle Gebrauchtwagen im Überblick sehen mit allen Fahrzeugdaten etc. und die Autos hatten sogar angenehme Preise.

So fuhr ich also zwei Tage darauf mit meinen Hosts dorthin, um das Auto „live und in Farbe“ zu begutachten. Ich konnte eine Probefahrt machen, das Auto im Innen- und Motorraum begutachten und alles elektronische am Auto auf Funktionalität testen.

Nach wiederrum zwei weiteren Tagen Bedenkzeit und Austausch mit Familie und Freunden, entschied ich mich dafür noch einmal zum Autohändler zu fahren und den Kauf abzuwickeln.

Diesmal begleitete mich nur mein Hostdad. Die Abwicklung des Kaufs ging sehr schnell von statten. Ich füllte einen Vertrag aus, schloss eine Garantie ab und der Händler erledigt sogar die Anmeldungen beim DMV.

Das einzige Problem, was noch bestand war die Autoversicherung. Diese ist nämlich genau wie in Deutschland Pflicht.

Und so stand ich da im Laden, der Kaufvertrag war abgewickelt, nur die Versicherung fehlte. Ich hatte zwar im Vorfeld schon einmal im Internet geschaut, um mir einen Überblick zu verschaffen, was mich der Wagen im Unterhalt kosten würde, aber es war beinahe unmöglich eine Vergleichsseite zu finden. Ab und an hat man auf der Website des jeweiligen Versicherers etwas schleierhafte Angaben gefunden, aber ich hab von meiner Vorgängerin erfahren, dass GEICO wohl „günstig“ sein soll und das bestätigten mir auch meine Gasteltern.

So kam ich also von Händler zurück und setze mich direkt an den Laptop um alles für die Versicherung abzuwickeln. Es wurden wirklich merkwürdige fragen gestellt zum Beispiel ob ich in einem Haus zur Miete wohne oder ob ich es gekauft habe oder aber wie viele aktive Autofahrer in meinem Haushalt leben. Really weird.

Ich musste mich beeilen, da meine Gastfamilie wieder auf dem Sprung zum nächsten Tagesausflug war und ich unbedingt mitkommen wollte und so schlingelte ich mich durch die Fragen in einem unschlagbaren Tempo. Als ich das abgeschlossen hatte, war ich erst einmal zufrieden und setzte mich ins Auto – ready to go to Fort Stanwix (dazu hoffentlich später nochmal ein Beitrag).

Im Auto aktualisierte ich dann alle zwei Minuten mein Mailpostfach, da ich auf die Versicherungsunterlagen wartete. Und tatsächlich habe ich eine Mail nach etwa 20 Min empfangen ABER sie enthielt nicht meine gewünschten Dokumente, sondern die Nachricht, dass ich mich doch bitte telefonisch mit GEICO auseinander setzen sollte.

Meine Nerven waren nun langsam echt durch. Ich nahm mir vor mich erst einmal auf den Ausflug zu konzentrieren und nahm den Anruf dann zum späten Nachmittag in Angriff. Das Telefonat lief scheppend, da ich gefühlt 100 Mal meine Identität bestätigen und zu allem Überfluss auch noch meinen Internationalen Führerschein als pdf Datei an den Typen schicken musste, der gerade am anderen Ende der Leitung war.

Als er erfolgreich meinen Führerschein empfangen hat, gingen wir durch die Versicherungsbedingungen, die AGBs und weitere Fragen zu meiner persönlichen Situation. Das Gespräch endete mit einem freundlichen „Have a nice day“ und ein paar Minuten später waren in meinem Postfach die Versicherungspapiere. Diese sendete ich dann direkt zum Autohändler und nun hoffe ich, dass ich spätestens morgen mein „neues“ Auto nach Hause bringen kann.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Peace Out.

Shanice

 

 

 

Die ersten Tage bei meinen Hosts

Ich wurde tatsächlich am Bahnhof von meinem Host Dad empfangen, mein Zug hatte etwa 20 Min Verspätung und trotzdem hatte er dort geduldig auf mich gewartet. Der erste Eindruck war schon einmal sehr gut.

Ich habe mich mit dem Gepäck ins Auto gesetzt und vom Bahnhof waren es nur etwa 15 Min zu meinem neuen zu Hause.

Als ich ankam, wurde ich liebevoll von meiner Gastmama umarmt, die hier mit dem Sohn auf mich wartete.

Man hat sofort gemerkt, dass sie sich sehr viel Mühe gegeben haben von Anfang an.

Ich wurde sofort ins Familienleben mit eingespannt und sie planten mit mir das Wochenende. Ebenso gab es ein gemeinsames Abendessen und eine Tour durch das Haus.

Die nächsten Tage unternahmen wir verschiedene Dinge in unserer Umgebung – wir besuchten die Supermärkte, Flohmärkte, gingen ins Kino, waren bei einem Fast Food Restaurant und aßen zusammen Frozen Joghurt.

Das wohl größte Highlight war, dass Trump am 13.07. Utica besuchte, die nächstgrößere Stadt nahe meines Dorfes (hier befindet sich auch mein College). Da es viel Geld kostete ihn in der Veranstaltungshalle zu sehen und meine Gasteltern ohnehin nicht die großen Trumpfans sind, haben wir das Spektakel erst einmal im Fernsehen verfolgt.

Dabei haben wir mitbekommen, dass die Air Force One des Präsidenten direkt vom Militärflughafen in Rome abhebt. Und so sind wir ganz spontan dafür nach Rome gefahren, um das Flugzeug starten zu sehen.

5 Tage später fand ein weiteres großes Event in der Bücherei von Utica statt, wir waren dort auf der Fandemicon (eine Art Comicon – hier nähere Einblicke http://www.fandemicon.com/ als Aussteller unterwegs. Da mein Hostdad eigene SciFi Bücher schreibt und meine Hostmum kreative Arbeiten mit Bügelperlen macht, hatten sie viele Dinge zum Verkauf anzubieten (checkt unbedingt mal ihre Webseiten aus https://www.amazon.com/Kyle-Lince/e/B00MT48BJW und https://www.facebook.com/chelsealeabeadsnbows/).

Insgesamt ging die Veranstaltung etwa 8 Stunden, aber ich war nicht gezwungen am Stand zu bleiben und hatte somit die Möglichkeit Utica zu erkunden. So besichtigte ich die Bücherei auf eigene Faust (auf der ersten und zweiten Etage wurde die Veranstaltung nicht ausgetragen) und danach machte ich einen Spaziergang auf der Genesee Street in Utica (Hauptstraße). Im Anschluss besuchte ich noch das Munson-Williams-Proctor Arts Institute (Kunstmuseum in Utica) in der auch viele bekannte Künstler aushängen wie Picasso, Dali und Pollock. Ich habe etwa 1 1/2 Stunden dort verbracht und ging dann zurück zur Fandemicon. In der Zeit hatten meine Hosts schon gut was an Geld eingenommen und der Feierabend war auch schon bald in Sicht.

Als Abschluss gingen wir dann zu Taco Bell (mein erstes Mal bei einer mexikanischen Fast Food Kette). Es war eigentlich ganz gut, aber meine Hostmum meinte auch, dass es eine bessere Taco Kette gibt.

Heute ist Sonntag und hauptsächlich steht erst einmal auf dem Plan „relaxen“. So hatte ich Zeit nun endlich meinen Blogbeitrag zu verfassen.

Hier sind ein paar Impressionen aus meinen letzten Tagen:

Flohmarkt

Flohmarkt

ehemaliges Bomberflugzeug – Griffiss Air Base in Rome, NY

Kunstmuseum in Utica

Wahrzeichen von Utica – Uhr an der Genessee Street

Eingang der Bücherei in Utica

Unser Stand bei der Fandemicon

Das PPP ABC

A

Aufregung

hält bei den meisten die ersten 3-4 Wochen an. Am Anfang der Zeit ist alles noch sehr neu und aufregend.

Amtrak

Das Transportmittel (Zug – ähnlich wie die Deutsche Bahn), welche mich zu meinem Platzierungsort gebracht hat.

Autokauf

Jeder PPPler muss sich ein Auto zulegen. Da die Distanzen hier in den USA anders sind als in Deutschland und vor allem die Öffentlichen Verkehrsmittel entweder nicht leicht zu erreichen sind oder aber erst gar nicht vorhanden, ist man ohne Auto sehr unflexibel. Ob ein extra Führerschein nötig ist, ist von Staat zu Staat unterschiedlich. In jedem Fall muss eine Versicherung für das Auto abgeschlossen werden

AT&T

einer der größeren Anbieter für Handytarife (gute Netzausweitung)

B

Bucketlist

Auf der Bucketlist stehen all die Dinge/Orte, die man gerne machen/sehen möchte

Bonding

wenn man anfängt, eine Verbindung zu der Gastfamilie aufzubauen

C

Cultural Vistas

Cultural Vistas ist Organisation, die auf amerikanischer Seite den deutschen PPPlern zur Seite steht

Credits

jeder Teilnehmer muss 12 Credits belegen (in Ausnahmefällen sind es auch nur 9 und bei „Part-Timern“ sind diese aufgeteilt). Davon müssen mindestens 6 berufsbezogen sein, der Rest ist frei wählbar (aber nur 3 Credits für Sportkurse!)

Community College

etwa gleichzusetzen mit der Berufsschule in Deutschland (hier absolviert man auch einen Abschluss, der allerdings nicht so „hochwertig“ ist wie der einer Universität)

D

DS-160

ist ein Formular, mit dem das Nichteinwanderungsvisum in den USA beantragt wird (online)

DS-2019

ist ein Formular, was von der GIZ per Post zugeschickt wird; man benötigt es zur Beantragung des Visums, danach muss man es immer mit dem Visum mit sich führen

E

Engagement und Eigeninitiative

Das sind Eigenschaften, die sowohl von der GIZ als auch von CV vorausgesetzt werden, um in diesem Jahr erfolgreich zu sein, aber auch um die „traurigen Phasen“ des Jahres gut zu überwinden

F

Frankfurt am Main

ist der Abflughafen für alle PPPler, es wird von der GIZ ein Gruppen Check In gebucht, sodass man schneller zum Boarding kommt. Alle 75 Teilnehmer fliegen mit dem selben Flugzeug.

Farmers Market

ähnlich wie die Wochenmärkte in Deutschland, hier bekommt man frisches, regionales Gemüse und Früchte und andere Produkte

G

GIZ – Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

Ist die Organisation, die die PPPler auf deutscher Seite betreut und bis zum Ausflug in die USA begleitet. Sie sind der Ansprechpartner bei Notfällen und Fragen zum Programm und senden alle wichtigen Daten und Informationen im Zuge der Vorbereitung zu. Ebenso trägt sie das Vorbereitungs- sowie das Nachbereitungsseminar aus.

H

Hosts

können anders als im AuPair verschiedene Personen sein (nicht unbedingt eine Familie nach dem „typischen“ Klischee Mutter, Vater, Kind); oft sind es Alleinstehende, in Rente gegangene Soldaten oder aber auch Grannys

Hostfamily Letter

ist ein Brief, den man an die Gastfamilie schickt, damit diese sich ein Bild über die eigene Person machen kann (meist auch mit Fotos)

Heimweh

Etwas vor dem wohl keiner verschont bleibt.

I

Internship

Das bezahlte Praktikum soll ab dem 02. Januar losgehen und für ein halbes Jahr gehen, sodass die PPPler einen intensiven Einblick in das amerikanische Berufsleben haben.

J

J1-Visum

ist das Visum für Austauschschüler und -studenten

Jetlag

hat man definitiv nach einem 8 stündigen Flug in die Staaten. Die beste Möglichkeit den Jetlag so gut wie möglich zu umgehen ist sich während des Fluges so gut wie möglich wachzuhalten und bei Ankunft direkt mit dem Sightseeing zu starten. Bloß nicht im Zimmer bleiben, denn Tageslicht ist absolut notwendig um gegen die Müdigkeit anzukämpfen.

K

Klimaanlage

Ist in jedem Geschäft, Transportmittel, öffentlichem Gebäude an und auf Temperaturen eingestellt, die wir als Deutsche in geschlossenen Räumen nicht gewohnt sind. Meist sind diese auf 18 Grad runtergekühlt und eine Zugfahrt ist ohne Jacke oder Decke kaum möglich

L

Lufthanssa

Airline mit der jedes Jahr alle PPPler nach NYC geflogen werden (LH400)

Letter of Recommandation

ist eine Art Arbeitszeugnis, welches man sich vom Arbeitgeber ausstellen lassen kann. Ist vor allem schon im Vorfeld hilfreich, da dieses bei der Praktikumsplatzsuche eingereicht werden kann

M

Max

ist der Betreuer für die Deutschen PPPler ab Zeitpunkt der Einreise in die Staaten, er ist angestellt bei Cultural Vistas und steht bei Fragen rund ums Programm und bei Schwierigkeiten zu Verfügung. Auch bei „Emergencys“ ist er die erste Anlaufstation

N

New York City

hier findet das dreitägige Vorbereitungsseminar statt. Wir besprechen Themen wie Autokauf, Krankenversicherung, Weiterreise zum Platzierungsort u.v.m. Meist haben die Tage gegen Nachmittag geendet, sodass wir den Abend noch Zeit für Sightseeing hatten. Von NYC starten dann alle Teilnehmer zu Ihren Platzierungsorten mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln (Zug, Bus, Flieger)

O

Orientierungswoche

Die Einführungswoche ist für alle „Freshmans“ und „Internationals“ um einen ersten Eindruck des Colleges zu bekommen. Hier kann man schon einmal in die Kurse reinschnuppern und die Clubs kennenlernen.

P

Platzierung

bekommt man von der GIZ zugeteilt, es ist also nicht möglich seinen Wunschort anzugeben. Die Platzierungen werden meist Mitte Juli vor der Ausreise bekannt gegeben

Part-Timer

Anders als die Fulltimer, werden die Part-Timer über das ganze Jahr verteilt arbeiten. Sie haben also College- und Workphase in einem und belegen pro Semster 6 Credits

R

Restrooms

Do not say „I am searching for the toilets.“ This might be a little rude for Americans

S

Social Security Number

ist wie eine Sozialversicherungsnummer, man benötigt sie zum Beispiel, um einen Führerschein in den Staaten zu machen oder ein Bankkonto zu eröffnen

Skype

bietet die Chance, mit zukünftigen Arbeitgebern auszutauschen und vorstellig zu werden, aber auch bei Heimweh mit Familien und Freunden sich auszutauschen

T

Travelmonth

ist der Reisemonat am Ende des PPP Jahres

U

University

Einige PPPler sind anstatt am Community College an einer Uni, das betrifft aber eher wenige.

V

Voluntary Work

Jeder PPPler muss im Laufe seines Aufenthalts mindestens 40 Stunden in ehrenamtliche Arbeit investieren.

(natürlich ohne Entgelt)

 

vermutlich werde ich diese Liste im Laufe meines Aufenthaltes immer mal wieder erweitern und abändern; wenn ihr noch Ideen habt, schreibt es gerne in die Kommentare

Abschied am Flughafen

Einen Tag vor Abflug reiste ich nach Frankfurt, um am Tag des eigentlichen Fluges nicht in Stress zu verfallen. Ich wählte ein Hotel nahe des Flughafens und hatte eigentlich vor noch die Stadt zu erkunden. Leider machte mir sowohl die Deutsche Bahn als auch das Wetter ein Strich durch die Rechnung.

Hier eine nette Anekdote zur Anreise:

Da man mit dem Auto knapp 4 Stunden nach Frankfurt braucht, entschied ich mich für die Deutsche Bahn. Mit dem ICE ist man hier nämlich nur 2 bis max. 2 1/2 Stunden unterwegs. Ein Nachteil daran ist natürlich, dass man sich hier an die Zeiten der Bahn halten muss. Auch wenn diese bekannt ist für Ausfälle und Verspätungen ist es dennoch sinnvoll, etwa 20 Min. vorher da zu sein.

Auch das hatte ich mir so vorgenommen. Leider war der Stadtverkehr so katastrophal, dass ich statt einer halben Stunde zum Bahnhof schon fast 45 Min gebraucht habe und so wurde der Puffer kleiner. Am Bahnhof angekommen, gab es keine Möglichkeit an einen ebenerdigen Parkplatz zu kommen und so entschieden meine Begleitung und ich das Parkhaus zu nehmen. Leider fuhren wir, ungeachtet der „Durchfahrt verboten“ Schilder, das Parkhaus mit Wendelrampe an der Ausfahrt hoch.

Die Schranken öffneten nicht und wir mussten RÜCKWÄRTS die Rampe wieder runter. Ein Aufwand der uns fast noch einmal weitere 10 Min. gekostet hat. Eins war sicher: Der Zug war nun lange weg.

Wir überlegten hin und her, wie wir das Probem nun lösen können. Ein neues Ticket zu kaufen kurz vor knapp hätte uns pro Person fast 100 EUR gekostet, Flixbus hätte zu lange gedauert und wäre auf die Schnelle auch nicht gebucht gewesen und das Auto zu nehmen, wäre sowohl zu teuer als auch zu heiß gewesen.

Wir haben uns entschieden erst einmal zum Bahnhof zu gehen und nach den Anzeigetafeln Ausschau zu halten. Und tatsächlich, es war Glück im Unglück: Der komplette Zug war auf der gesamten Strecke gecancelled und so konnten wir ohne weiteres einen neuen Ersatzzug ohne Zuzahlung auswählen. Leider mussten wir auf den Ersatzzug noch einmal ein paar Minuten warten und durch ein paar Gleisarbeiten hatten wir ebenso auf der Strecke noch Verspätungen. Wir sind letztendlich um 14 Uhr in Frankfurt am Hauptbahnhof eingetroffen. Da das Hotel relativ weit außerhalb ist mussten wir auch hier noch einmal 30 Min. fahren. Es war wirklich nicht sehr angenehm die Koffer bei fast 37°C durch halb Frankfurt zu schleppen, aber letztendlich kamen wir heile dort an.

Den restlichen Tag haben wir im kühlen Hotel verbracht und sind nur noch einmal rausgegangen zum Essen.

Die Nacht im Hotel habe ich erstaunlich ruhig geschlafen und Aufregung war auch noch nicht zu verspühren. Diese kam erst am Flughafen beim Check In.

Wir haben noch ein – zwei Fotos gemacht ehe ich dann um 10 Uhr eingecheckt habe und dann bin ich durch die Sicherheitskontrolle. Erst ab diesem Zeitpunkt konnte ich realisieren, dass ich nun wirklich für ein Jahr weg sein würde. Ein sehr, sehr merkwürdiges Gefühl. Aufregung gepaart mit Angst aber natürlich auch Freude.

Danke, dass du da warst. ♥
See you soon