Neues Jahr, neues Glück…?

Sehr geehrte Damen und Herren,

… haha, I am just kidding. Aber so beginnt momentan bei mir jedes Schreiben, das ich in letzter Zeit verfasse (nur auf Englisch).

Hier ein paar Beispiele:

  • To whom it may concern
  • Dear Hiring Manager
  • Dear Mr./Mrs. …
  • Dear Human Resource Manager

Ich bin nämlich in der „Hochphase“ des Bewerbungsprozesses. Obwohl ich mich im Oktober 2018 schon begonnen habe zu bewerben, kam nur wenig dabei rum. Ich hatte einige Interviews bei einigen lokalen Unternehmen mit einem guten Ruf und auch guten Umsätzen. Hier hat mir das Karriere Center im College sehr ausgeholfen und diese Kontakte vermittelt. Ich weiß es in jedem Fall sehr zu schätzen, dass sich die besagten Unternehmen für mich Zeit genommen haben, dennoch war es mehr oder weniger sehr unnütz, da ich keine Zusage für ein Praktikum bekommen habe. Der Hauptgrund der Absagen war tatsächlich „Wir haben kein Budget für ein Praktikum, was 6 Monate geht. Wir bieten zwar Praktika an, diese starten aber im Sommer und gehen meistens nur 8 Wochen.“

Eigentlich eine sehr traurige Entscheidung wie ich finde, da ein international aufgestelltes Unternehmen immer von internationalen Arbeitskräften profitieren kann – vor allem dann wenn sie jung, motiviert und bilingual sind. Aber gut… nichtsdestotrotz musste ich deren Absage dann wohl akzeptieren.

Das schlimmste an diesem „arbeitslos“ sein ist, dass man sich einfach so nutzlos fühlt und nichts zu tun hat. Das College ist für mich vorbei, auch wenn meine College Koordinatorin mir immer noch erlaubt an der ein oder anderen Veranstaltung teilzunehmen, damit ich zu meinen alten Studienfreunden noch Kontakt habe und mich nicht zu sehr langweile. Ihr glaubt nicht wo ich es überall schon versucht habe. Die einzigen Einschränkungen, die ich mir selber gesetzt habe sind: keine Fast-Food-Ketten, kein Kellnern. Ich habe es bei Dunkin‘ Donuts versucht, bei dem örtlichen Kino, beim Bowling Place und natürlich aber auch diverse berufsbezogene Jobs im näheren Umkreis von 20 Meilen. Hier reichten die Branchen von Marketing, bis HRM, Bank, Immobilienfirmen, etc.

Leider ist Utica und die umliegenden Areale nicht wirklich dafür bekannt, dass es hier viele und beliebte Arbeitsplätze gibt. Das würde vielleicht auch mein Pech erklären. Es ist schon demotivierend, wenn man gefühlt 10 Bewerbungen am Tag schreibt, sich über die Hälfte nicht zurück meldet und wenn man dann hinterhertelefoniert, um den Status der Bewerbung nachzufragen, dann auch noch eine Absage erhält „sorry die Stelle wurde schon besetzt“ oder aber „sorry wir haben gar keine Jobs, die Stelle ist fälschlicherweise im System.“ ARRRRRGHHHHHH

Nicht nur, dass mir zu Hause die Decke auf den Kopf fällt, ich brauche auch dringend einen Job, da ich meine Host Familie auch bezahlen muss. Das vergangene halbe Jahr wurde das von der Organisation übernommen – ab diesem Jahr sind wir (die Teilnehmer) nun dran, diesen finanziellen Part zu übernehmen. Zusätzlich zu den 238430942 anderen Rechnungen, die noch hinzukommen wie Autoversicherung, Sprit, Mittagessen und alle anderen alltäglichen Dinge, die anfallen.

Ich wünschte wirklich, es würde sich einfach mal was zum Positiven wenden, dieses ganze Bewerbungen schreiben und ständig irgendwelche komischen Test machen, geht mir nämlich gehörig auf den Zeiger! Ich hoffe, dass ich bald wieder freudigere Post verfassen kann…

aber gerade bin ich wirklich etwas unter Druck.

 

Peace Out!

Shanice

One thought on “Neues Jahr, neues Glück…?

  1. Christina says:

    Die Hoffnung stirbt zuletzt 💪🏼
    Ich drücke dir alle Daumen! Vermisse dich so sehr. Pass auf dich auf und halt die Ohren steif. Und du weißt doch – auf Regen folgt Sonnenschein.

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