Als Forstwirt in Washington

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Jetzt bin ich seit fast einem Jahr wieder da.

Es gab Höhen und natürlich auch Tiefen. Aber jedes Jahr, welches ich von nun an erlebe wird von dem PPP geprägt sein und an diesem gemessen werden.

Es vergeht eigentlich noch immer kaum ein Tag, wo ich nicht daran denke, am Pazifik zu stehen und diese frische Luft der Wälder einzuatmen. Hier ist es voll mit Menschen.

Etwas eng, und eigentlich viel zu voll. Ich wünschte ich würde manchmal nur Leute sehen, die ich sehen will. Klar, dass es nicht so sein kann, aber irgendwie ist es trotzdem einfach zu viel.

Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher ob ich das, was ich damals hatte, wirklich das ist was ich denke, was es war. Ich bin deshalb froh, dass ich Blogs geschrieben habe. Diese spiegelten bis Dato auch immer exakt genau das wieder, was ich in dem Moment empfunden habe. Deshalb möchte ich behaupten, dass diese Blogs absolut wahrheitsgemäß sind. Jeder Blog wird komplett genauso wie er ist, bleiben. Wenn irgendwann diese Website down geht, werde ich meine Blogs anderweitig hochladen, als meine Motivation und auch als Meinungsbild…

Jetzt sitze ich hier, im zweiten Semester (alles ist bis jetzt gut gegangen) und stelle mir diese Frage über meine Geschichte. Es ist schwierig zu beantworten. Mittlerweile bin ich mir klar, dass alles wirklich theoretischer ist, als ich dachte. Auch wenn die Praxis gut geschätzt wird, hat man das Gefühl auf der Stelle zu treten und von irgendeiner bürokratischen Macht zurückgehalten zu werden.

Jedes Mal, wenn ich anfange zu zweifeln, aus mannigfaltigen Gründen, dann denke ich an die Zeit zurück und weiß genau was ich will. Ich will zurück – Sei es auch nur für ein Jahr.

Dieses Land, was nun wirklich durch viele Entwicklungen geht (und das auch noch innerhalb einer Pandemie) ist wirklich trotz Alledem so unglaublich spannend und lebenswert für mich, dass ich es unbedingt wieder probieren will. Ich kann es kaum erwarten meine Flügel wieder auszubreiten und dort drüben im wunderschönen Skagit Valley meine Wurzeln zu schlagen. Denn was ich hierzulande immer predige von wunderschönen Wäldern und Stränden, von hohen Bergen und weiten Blicken, dass kann man nur selbst leben und erleben. Hier geht das nicht. Ich weiß auch gar nicht mal warum es nicht geht. Aber irgendwie geht es nicht.

Ich hoffe wirklich, dass sich alles in der Zukunft entspannt. Und das die Welt wieder normal wird. Und das wir unsere Sorgen in den Griff bekommen. Aber irgendwie mag ich daran nicht so wirklich glauben. So viel läuft schief und so viel wird unterschätzt. Es liegt vielleicht sogar an uns das zu ändern. Ich werde vorne Stehen, wenn es darum geht.

Dies ist mein letzter Beitrag. Ich hoffe ihr habt ihn gelesen. Es tut mir Leid, wenn er nicht komplett befriedigt. Aber so ist es nunmal 🙂

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© 2020 Maximilian in den USA

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