#12 Das Capitol und ich…

…und das Civic Education Seminar.

(Bilder zu diesem Eintrag hier)

Wow. Wow. Wow.

Wo ist nur die Zeit hin?! Gerade eben stellte ich fest, dass es heute in genau zwei Monaten schon wieder zurück nach Deutschland geht. Das kommt mir alles so unwirklich vor! Gerade gestern war ich doch noch in New York zum Einführungsseminar!

Wow.

Nach diesem kleinen Schock stellte ich auch fest, dass mein letzter Beitrag nun schon fast 3 Monate zurück liegt. Peinlich. An alle, die auf News gewartet haben: Sorry!

-.-.-.-.-

In diesen fast drei Monaten ist ziemlich viel passiert. Ich kann auf wunderschöne Wochen zurückblicken – aber auch sehr anstrengende und nervenaufreibende Tage/Wochen.

Mitte März ging es für alle Teilnehmer nach Washington D.C., dem Capitol der USA. Ich nahm mir das Wochenende davor frei, um mich mit Christian, Anna und ein paar anderen Teilnehmern schon etwas früher zu treffen und die Stadt unsicher zu machen. Weil Anna einen hammer Job hat, konnten wir es uns sogar leisten, die ersten Tage in einem Hotel zu übernachten! Da Christian leider aus verschiedenen Gründen etwas später als geplant ankam, erkundeten wir D.C. gemeinsam mit Martin und seinem Couchsurfing-Host. Bei unserer ersten Begegnung fiel uns gleich der riesige schwarze Rucksack auf, den Jaime (host) auf dem Rücken hatte. Nach der Begrüßung öffnete Jaime erst einmal seinen Rucksack und packte Äpfel, Zahnpasta, Kaugummis, Deo, Müsliriegel, zwei Gläser Erdnussbutter und Nutella (!) und zwei USA-Flaggen aus. Das alles hatte er für mich und Anna als Begrüßungsgeschenk mitgebracht. Zusammen mit Martin machte Jaime eine kleine Sightseeing-Tour mit uns. Am Weißen Haus trafen wir auch prompt andere PPPler, die schon früher nach D.C. gereist waren. Gemeinsam zogen wir weiter und schauten uns das World War II Memorial, das Lincoln Memorial, Vietnam Veterans Memorial, Martin Luther King Jr. Memorial, Thomas Jefferson Memorial und noch viele weitere Dinge an. Anna und ich verließen die Tour frühzeitig, da wir Christian endlich vom Flughafen abholten. Total gestresst und platt von den vorherigen Tagen und genervt, weil die Airline Christians Koffer falsch weitergeleitet hatte saßen wir abends erstmal in unserem Zimmer und löffelten Nutella und snackten unsere Müsliriegel. Während der Lyft-Fahrt zum Airbnb der anderen PPPler gerieten wir dann noch glatt in einen Auffahr-Unfall. Keine Sorge, allen geht’s gut und die Fahrt wurde uns erstattet! Im Airbnb angekommen, kochte Jannik ein wunderbares Essen für alle und es war super, sich wieder mal nur auf Deutsch zu unterhalten, auch wenn zwischendurch mal ein bisschen Englisch mit einfloss. 😉

Am nächsten Tag (Montag) fing dann auch das eigentliche Seminar an. Wir checkten aus dem Hilton Inn aus und checkten ins Hostel ein. Dort trafen wir Max, Amanda und Ethan von Cultural Vistas und die Wiedersehensfreude mit den restlichen PPPlern war sehr groß. Anschließend liefen wir gemeinsam zu einem Café/Buchshop namens Busboys and Poets und aßen abnormal lecker zu Abend. Außerdem hörten wir uns noch einen Vortrag zum Förderalismus in den USA an. Der Tag war aber noch lang nicht zu Ende und so schauten wir uns mit ein paar Anderen die Monuments noch einmal bei Nacht an. Es war ekelhaft kalt aber wunderschön!

Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Am Dienstag hörten wir uns einen Beitrag zur Rolle der Medien in der Bürgerrechtsbewegung an, besuchten das African American History Museum und schaufelten uns einen Kaffee und ein Stück Kuchen bei der traditionellen deutschen Kaffee- und Kuchen Zeremonie in den Mund. Hammer. Obwohl der Schlaf in dieser Woche definitiv zu kurz kam, genossen wir (Hendrik, Steffi, Karina, Christian, Nico, Anna, Leander und ich) noch leckeres Sushi im Chinatown und spielten Karaoke im Hostel. An diesem Punkt erstmal danke an die Mitarbeiter des Hostels, die das Ganze mit einem müden Lächeln einfach so entgegennahmen. 😊

Am nächsten Tag besuchten wir eine Tour durch das Capitol Building und hatten persönliche Gespräche mit den Congress-Abgeordneten, die unser jeweiliges Distrikt an den Platzierungsorten vertreten. Leider war der Congress-Abgeornete meines Distrikts, Tom Graves, in einem Meeting. Deswegen sprach ich mit seiner Assistentin über das PPP, meine bisherigen Erfahrungen und Georgia. Nach einer kurzen Pause im Hostel machten wir uns dann auf den Weg zur Bench-Warming Experience in der Capital One Arena. Dort hatte Dirk Nowitzki eines seiner letzten Spiele und wir konnten sogar ein Selfie mit ihm ergattern! Wir schauten dem Team hautnah beim Aufwärmen zu und durften das Spiel von ganz oben mit anschauen. Mit überteuertem Wasser in der Hand lachten wir über die Pausen-Aktivitäten. Wer öfters US-Spiele schaut, kennt bestimmt typische Dinge wie „Kiss-Cam“, „Dance-Cam“ und „Shirt-Throwing“.

Nach gründlichem Security Check im Department of State, durften wir uns am Donnerstag die Beiträge unserer CIPler anhören. Diese hatten ein Praktikum im Congress absolviert und berichteten uns über lustige Ereignisse, der Alltag im Congress und das viele Essen in den Meetings und Briefings. Nach einem schnellen Lunch bei Panera Bread verbrachten wir 3.5 Stunden im Newseum. Das Newseum war eines meiner Highlights der Woche, da das Museum so viele spannende Zeitpunkte und Eren US-Amerikanischer Geschichte behandelt. Es wurden viele Kurzfilme geboten – mein persönlicher „Lieblingskurzfilm“ berichtete über 9/11. Dort wurde mir zum ersten Mal richtig bewusst, wie niederschmetternd dieses Ereignis war und was es für die ganze Welt bedeutete. Am Abend gingen wir in einer kleinen Runde noch einmal etwas schicker zum Burger Essen. Weil es so kalt war, versuchten wir uns durch Wettrennen zurück zum Hostel aufzuwärmen. 😉

Der letzte Punkt auf der Agenda war das Bagel-Frühstück im Cultural Vistas Office Freitagmorgen. Dort hatten wir noch einmal die Möglichkeit, die gesamte Woche in einer Gruppenarbeit Revue passieren zu lassen. Leider stand dann auch schon der große Abschied an und ich musste mich von vielen lieb gewonnenen Freunden wieder verabschieden. Ein letztes Mal fuhren wir noch einmal zum Capitol Building und besichtigten das House of Representatives. Das House of Representatives und auch das Captiol Building ist super beeindruckend. Ich sag nur Marmor, Goldverzierungen und Menschen im Anzug.

Da ich mit ein paar Freunden noch einen Nacht länger in D.C. blieb, setzten wir uns abends gemütlich zusammen, kochten gemeinsam und spielten „Wahrheit oder Wahrheit“. War lustig! Samstag morgen nach einem ausgiebigen, nicht so leckerem Frühstück, fuhren Christian und ich – nach einem kleinen Stopp bei Starbucks mit Theresa, Dirk, Marius und Theo – zum Flughafen.

Mir kam es wie im Traum vor, als ich dann auch schon wieder im Flugzeug nach Atlanta saß. Dort holte mich mein College Coordinator Dr. Bronson Long gemeinsam mit seiner Familie ab und wir aßen Dinner im „Varsity“ Atlanta – dem wohl typischsten American Diner. Ich habe noch nie so fettige Pommes gegessen, ohne Witz. Und der klägliche Versuch, nach der Essenseskalation in D.C. wieder etwas gesünder zu essen, scheiterte in diesem Diner auch: 5 Salatblätter, 3 Tomaten und zwei Stück Karotten. Hmmm, lecker.

Was danach noch bei mir abging, erzähle ich euch im zweiten Teil. 😊

Eure Lena

Ps. Hier geht’s zu den Bildern 😉

2 Gedanken zu „#12 Das Capitol und ich…

  • 31. Mai 2019 um 19:32
    Permalink

    Ich kann es immer noch gar nicht glauben…. Es sind einfach schon wieder 2,5 Monate vergangen.
    Best Roommate ever ❤️!!
    Miss uuuuu!

    Antwort
    • 31. Mai 2019 um 20:00
      Permalink

      Miss you too, friend <3

      Antwort

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