#10 Minneapolis…

…und drei Deutsche.

Hallo Hallo!

Heute melde ich mich ganz brav ein paar Tage später nach meinem letzten Blogeintrag! *Applaus* Da dieser Blogeintrag etwas länger wird, habe ich die Bilder hier wieder in einen Link gepackt.

Wie ich schon erwähnt habe, flog ich für Silvester zu Anna und Christian in den Norden der USA. Mein Wecker klingelte um 4 Uhr am 26. Dezember – allerdings war ich so müde, dass ich mich erst eine halbe Stunde später aus dem Bett quälte. Da Amber und ich um 5 Uhr zum Flughafen losmussten, machte ich mich schnell fertig und stopfte alle restlichen Kleidungsstücke in meinen Minikoffer. Okay, um ehrlich zu sein war der Koffer gar nicht soooo klein, meine dicken Jacken und Pullis waren einfach zu voluminös. 😉 Und dann ging es schon ab zum Flughafen! Nach einer ca. 40-minütigen Fahrt kamen wir am Flughafen in Nashville, TN an. Dort gab ich mein Gepäck auf und musste danach ein bisschen verängstigt feststellen, dass ich vergessen hatte, mein Kofferband anzubringen – die Schlüsselfunktion des Koffers hatte ich natürlich auch nicht genutzt. Und wer mich kennt weiß, dass ich ein Schisser bin, wenn es um meinen Koffer geht. ☹ Die Sicherheitskontrolle verlief reibungslos und dann stand ich auch schon am Gate. Während ich aufs Boarding wartete, gönnte ich mir ein paar Erdnüsse und den widerlichsten Käse den ich jemals gegessen habe. Total erschöpft saß ich dann irgendwann auch endlich im Flieger. Ich war mega aufgeregt, Anna und Christian wieder zu sehen. Tja. Und dann hatten wir erstmal eine Stunde Verspätung und da ich keinen Direktflug und nur eine Stunde Umsteigezeit hatte, machte ich mich schonmal auf einen stressigen Tag gefasst. Als wir dann endlich abhoben, war ich so müde, dass ich sofort einschlief und erst wieder zur Landung aufwachte. Ich stellte fest, dass ich doch noch ca. 20 Minuten zum Umsteigen hatte. Also drängelte ich mich durch die Menschenmassen und rannte zum nächsten Gate (welches übrigens am anderen Ende des Flughafens war). Nun könnt ihr euch eine gehetzte Lena mit 5 Schichten Klamotten inklusive Handgepäck und einer dicken Winterjacke in der Hand vorstellen. Exakt 3 Minuten vor Boarding meines Fluges nach Green Bay stand ich dann am Gate. Hallelujah! Ab da verlief alles problemlos und sogar mein Koffer kam ohne jegliche Sicherung heil bei mir an! In Green Bay holte mich Anna mit ihrem Gastvater und dessen Schwester ab. Wie es natürlich so ist, gabs erst einmal „Confusion“ mit den beiden Sprachen. Ich begrüßte Anna auf Englisch um dann festzustellen, dass sie ja Deutsche ist. Mich traf fast der Schlag als ich aus der stickigen Ankunftshalle rauskam. Es war kalt! Und ich dachte Tennessee war kalt… Gott sei Dank hatte mir eine Freundin ihre dicken Winterstiefel und eine dicke Winterjacke geliehen (Thanks Sarah!) Zu viert fuhren wir dann durch Green Bay und machten eine kleine Wanderung entlang des Flusses. Das tat wirklich gut nach dem ganzen Hin und Her am Flughafen! Danach gab es Lunch und dann zu Anna nach Hause. Von dort aus fuhren wir ein bisschen durch Appleton, holten uns einen Kaffee in ihrem Lieblingscafé und gingen shoppen. Dort traf ich sogar ein paar Freunde von Annas College! Abends hatten wir richtig viel Spaß beim Abendessen mit Annas Gastfamilie. Wir telefonierten mit Christian und ich war einfach glücklich, mal wieder ein bisschen blöd auf Deutsch schmarren zu können 😊.

Am nächsten Morgen machte uns Annas Gastvater Schokoladenwaffeln zum Frühstück. Soooooooo lecker! Und dann gings auch schon los in Richtung Minneapolis – unser kleiner Roadtrip. Auf dem Weg dorthin stellten Anna und ich fest, dass das Fast Food Restaurant Applebee’s garnicht so schlecht ist und der Service echt top!

Endlich in Minneapolis! Nach circa 7 Stunden kamen wir in Minneapolis an und fuhren direkt zu unserem Airbnb. Leider musste ich beim Aussteigen feststellen, dass mein Schuh ein Loch hatte. Na toll. Nichts desto trotz schleppten wir gefühlt 76 Taschen ins Haus. Nach einem kleinen „Nap“ und ein paar deutschen Weihnachsplätzchen später, fuhren wir auch schon los um Christian vom Flughafen abzuholen. Das war eine Gaudi! Völlig erschöpft mussten wir 5mal beim gleichen Informationsmitarbeiter nachfragen, wo denn der Starbucks war. Mit einem Kaffee in der Hand und voller Vorfreude warteten wir auf Christian – bis wir feststellten, dass wir uns in der internationalen Ankunftshalle befanden (Fail No. 5474). Doch dann bekamen wir es endlich hin und es gab ein Wiedersehen mit Christschän! Ich konnte es gar nicht glauben, dass wir eine Woche zu Dritt verbringen konnten! Da wir alle ziemlich hungrig waren, fuhren wir zu einer Pizzeria und gönnten uns eine schöne, fettige, dicke Pizza. Währenddessen fanden wir heraus, dass Nico, ein anderer PPPler auch in Minneapolis ist. Wir beschlossen, uns mit ihm zu treffen und fuhren ein paar Minuten später los. Und da passierte es. Da es glatt, regnerisch und dunkel war, fuhr Anna durch zwei riesengroße Schlaglöcher. Es tat einen riesen Schlag. Wir stoppten und mussten leider feststellen, dass Annas Auto zwei platte Reifen hatte. „Woah, das muss jetzt echt nicht sein!“ Wir riefen Annas Gastvater an und schrieben Nico, der zum Glück sofort kam – mit amerikanischen Freunden im Schlepptau. Long story short: Weil Nico durch Triple A versichert ist, schenkte er Anna seinen letzten kostenfreien Abschleppservice. Während wir auf den Abschleppdienst warteten, sahen wir mindestens 5 weitere Autos, die ebenfalls abgeschleppt werden mussten – an der gleichen Stelle. Nicos Freunde waren dann so lieb und fuhren uns zu unserem Airbnb wo wir auch sofort schlafen gingen.

Am nächsten Tag riefen wir den Car Repair Shop an, der uns natürlich erstmal übers Ohr hauen wollte. Tja, nicht mit uns. Wir ließen uns keine 4 neuen Reifen für knapp $1,000 andrehen. Als beide Seiten mit der Reparatur einverstanden waren, fuhren wir in die Mall of America – Frustshoppen quasi. Alle, die nach Minneapolis gehen, müssen diese Mall gesehen haben! Die Mall ist riesig und beherbergt sogar ein Sea Life. Wir verbrachten fast den ganzen Tag dort und abends gings dann noch zu Aldi um ein paar Dinge fürs Abendessen zu kaufen. Außerdem holten wir Annas Auto aus der Werkstatt.

Am Morgen gab es ein ausgiebiges Frühstück und dann war Sightseeing angesagt – dafür hatten wir uns den kältesten Tag der Woche ausgesucht. Trotzdem machten wir uns auf den Weg und waren erstaunt, wie wenig Menschen in der Stadt waren. Wenn man allerdings bedenkt, dass es an diesem Tag 0 Fahrenheit (also -18°C) hatte, kann man das schon nachvollziehen. Der Rest des Tages verlief ruhig und mit abgefrorenen Fußzehen.

Ein Tag vor Silvester besuchten wir eine Lebuchenhaus Austellung im Norway House. Mitglieder (Jung & Alt) des Vereins kreieren jedes Jahr verschiedenste Lebkuchenhäuser, die dann für eine Ausstellung im Norway House zusammengetragen werden. Nach einer kleinen Pause fuhren wir zum Minnehaha Park. Da Minnepolis im Winter immer frostig kalt ist, friert der dortige Wasserfall immer ein. Und es sah wirklich spektakulär aus! Zwar mussten wir die eigentlich geschlossenen Stufen quasi runterschlittern, aber die Aussicht war es definitiv wert. Ein Mitglied des Norway House fand heraus, dass wir Deutsche sind und gab uns einen Tipp für ein „typisch“ deutsches Restaurant. Da wir Drei ziemlich Bock auf deutsches Essen hatten, fuhren wir also dort hin. Es war wirklich gar nicht so schlecht! Ich genoss eine vegetarische Bratwurst mit Sauerkraut, die wirklich ein bisschen wie Bratwurst schmeckte.

Am 31. Dezember machten wir uns bereit für die 80er Party im First Avenue Club. Neben vielen Bands markierte dieser Club auch den Start für Prince und Owl City. Nachmittags aßen wir Abendessen und machten uns dann bereit für die Party. Wichtig war hier die Frage: Winterboots oder hohe Schuhe? Warm und bequem oder schick und passend zum Outfit? Als es dann endlich soweit war, RANNTEN wir zum Bus, weil es knapp -14°C hatte. Am Club angekommen, wurden wir aber abgewiesen, weil Christian nur eine Kopie seines Reisepasses dabeihatte. Also hieß es: zurück nach Hause, Original holen, ggf. Fußwärmer anbringen und wieder zurück. Eins sage ich euch: ich habe noch nie so sehr in meinem Leben gefroren. Wer schön sein will muss leiden, wa? 😉 Der zweite Versuch klappte dann und wir hatten eine tolle Zeit im First Avenue. Nachts im Airbnb mussten wir unseren Krempel und Goodies in unsere Koffer stopfen, weil es gegen 8 am schon wieder Richtung nach Hause ging. Das Ganze ging also wieder von vorne los: todmüde und hungrig am Flughafen. Christian und ich warteten gemeinsam auf unsere Flieger und verabschiedeten uns vor dem Securitycheck. Und ruck zuck war ich auch wieder zurück in Georgia! 🙂

Tut mir leid, dass dieser Eintrag so lange geworden ist. Respekt, wenn Du wirklich bis hierher gelesen hast! Diese Woche war eine der Besten bis jetzt und ich kann es kaum erwarten, Anna, Christian und alle anderen PPPler im März (Washington D.C.) wieder zu sehen.

P.S. Ich entschuldige mich schonmal für Grammatikfehler – es ist mittlerweile schwieriger, die ganzen amerikanischen Erlebnisse ins Deutsche zu schreiben. 😊

Bis bald,

eure Lena

4 Gedanken zu „#10 Minneapolis…

  • 3. Februar 2019 um 20:11
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    Das hört sich ganz schön anstrengend an, aber anscheinend war es dennoch super gut! Ich freu mich immer über laaange Beiträge von Dir. 😘

    Liebe Grüße aus Erbsi

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    • 4. Februar 2019 um 20:28
      Permalink

      Hab dich lieb Bienen Kante <3 Drück dich!

      Antwort
  • 7. Februar 2019 um 14:53
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    Oh mein Gott, das klingt echt mega chaotisch. ich dachte mir nur Typisch Lena und hatte voll das Kopfkino 😀 Aber so werden das für immer tolle uns witzige Erinnerungen bleiben :*

    Antwort
  • 12. Februar 2019 um 6:54
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    Super Eintrag ich wünsche dir weiterhin ganz viel Spass und freue mich wenn du bald wider in Deutschland bist

    Liebe Grüße dein David

    Antwort

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