#9 We wish you a Merry Christmas…

… and lots of cookies, too!

Hey there!

Heute melde ich mich mal wieder aus dem schönen Rome; diesmal geht’s um Weihnachten (ja, ich bin spät dran…)!

Schon einmal vorab: Weihnachten und Silvester waren wirkliche Highlights in meinem bisherigen Jahr.

Wie schon bereits in meinem vorherigen Beitrag erwähnt, startete ich schon früh mit dem Besorgen der Geschenke. Ende November bestellte ich Geschenke über das deutsche Amazon (ich weiß, man sollte eigentlich lokal kaufen, aber was soll ich machen?) und machte mir Gedanken, wie viele Weihnachtskarten ich schreiben wollte. Natürlich schickte ich auch Karten an meine jeweils deutsche und amerikanische Austauschorganisation. Als das erledigt war, kümmerte ich mich um die Geschenke für meine Gastfamilie. Beim Black Friday Sale ergatterte ich zwei Lego-Sets für meine    Gastbrüder – ob das allerdings ein wirklicher Sale war, bleibt ein Rätsel… Ich bastelte Geschenke für meine Gasteltern und deren Familie und entdeckte eine kreative Seite an mir, die ich noch nicht kannte. Ich war mit den Endergebnissen sehr zufrieden –  ein Auslandsjahr macht mit dir einfach Dinge, die du nicht erwartet hättest. 😊 Natürlich mussten auch zwei White Elephant Geschenke her! Das Spiel “White Elephant” oder auch “Dirty Santa” genannt, wird in meiner Gastfamilie an Weihnachten unter den Erwachsenen gespielt. Jeder besorgt ein Geschenk für ein festgelegtes Budget. An Weihnachten bringt dann jeder ein verpacktes Geschenk mit und es wird eine Zahl gezogen. Nummer 1 beginnt und sucht sich ein Geschenk aus und ist dann mehr oder weniger glücklich. Dann geht es immer so weiter – mit dem Unterschied, dass man entweder ein neues Geschenk auspacken oder ein bereits ausgepacktes Geschenk stehlen kann. Starbucks Gutscheine stehen hier immer sehr hoch im Kurs! Ein Geschenk kann bis zu 3-mal geklaut werden, bis es dann demjenigen vollends gehört, der es zuletzt hat.
Ich kaufte einen Mini Kühlschrank bei Walmart (da gibt’s einfach alles!) und einen NicerDicer. Diejenigen die den NicerDicer nicht kennen, tja…selbst schuld 😉

Vor Weihnachten standen aber noch zwei weitere tolle Tage an. Einer davon war die WinShape Christmas Party. Die Organisation, für die ich arbeite, feierte ihre jährliche Weihnachtsfeier dieses Jahr im Aquarium in Atlanta. Es war wunderschön dort! Es gab richtig gutes Essen, wir durften uns das ganze Aquarium anschauen und sangen mit ca. 150 Menschen Weihnachtslieder. Gemeinsam mit Meredith und Hanna fuhr ich nach Atlanta und wir verbrachten einen tollen Abend unter Kollegen und Freunden.

Am 21. Dezember wurde mein kleiner Gastbruder fünf Jahre alt und gemeinsam mit der Familie fuhren wir nach Chattanooga, Tennessee und besuchten ein Kindermuseum. Harrison hatte jede Menge Spaß und auch ich fand es einfach toll! Danach ging es noch zum Pizzaessen und Harrison bekam sogar einen Geburtstagsbrownie vom Restaurant geschenkt!

Allgemein ist die Weihnachtszeit hier sehr schön. Die Atmosphäre verändert sich und man merkt, dass sich die Menschen auf die Feiertage vorbereiten. Überall findet man Spendenboxen, in die man verpackte Spielsachen oder Lebensmittel legen kann – diese werden dann an bedürftige Kinder und (Veteranen-)Familien gespendet. Um der deutschen Tradition treu zu bleiben, bastelte ich einen Adventskalender für meine zwei Gastbrüder und Ende November dekorierten wir den Christbaum zusammen.

Natürlich durften auch Weihnachtsplätzchen nicht fehlen! Ich backte Nutellaplätzchen und Engelsaugen und traf mich mit ein paar Freundinnen um gemeinsam Cookies zu backen und zu verzieren. Ein Hoch auf das $2 Zuckerfrosting von Walmart!

Und dann war endlich Weihnachten. Wie einige von euch bestimmt wissen, wird Weihnachten in den USA am 25. Dezember gefeiert. Da wir aber schon am 24. Dezember abends nach Tennessee zu Jonathan und Ambers Familie fuhren, wurde die Bescherung daheim auf den 24. morgens vorverlegt. Davis, mein Gastbruder kam also gegen 6 Uhr morgens ganz aufgeregt in mein Zimmer gerannt und weckte mich auf. Wir gingen nach unten und siehe da: Santa war da! Die Plätzchen, Karotten und die Milch die wir am Tag vorher rausgestellt hatten, waren natürlich weg. Die beiden Jungs waren ganz aufgeregt. Aber trotzdem wurden die Geschenke reihum geöffnet und von lauten Freudenrufen der Jungs begleitet. Meine Geschenke kamen sehr gut an und auch ich bekam wunderbare Geschenke. Da ich  über Silvester nach Minneapolis flog um Silvester mit Anna und Christian zu verbringen, schenkten mir meine Gasteltern „base layers“ – also Basis Klamotten Schichten (das ist die Übersetzung die ich finden konnte, ich tue mir mittlerweile etwas schwer mit Deutschen Übersetzungen) und einen Mantel. Es stellte sich heraus, dass diese Geschenke mein Leben retteten. 😉 Danach wurde erst einmal gemütlich Frühstück gegessen. Es gab Rühreier, Pancakes und Waffeln – himmlisch! Anschließend bereiteten wir uns auf die 3-stündige Fahrt nach Tennessee vor. Dort angekommen, besuchten wir die Kirche von Ambers Schwester und ihrer Familie und ich sage euch: das war ein Erlebnis! Ergreifende Predigt mit der neuesten Technologie, Band und Licht. Mega aufregend! Danach fuhren wir zu Ambers Schwester nach Hause, aßen gemeinsam Dinner und machten Bescherung. Da die Familie ziemlich groß ist, war es ein wunderbares Durcheinander und jeder quatschte mit jedem. Als jedes Kind mit einem Spielzeug befriedigt war, spielten die Älteren das White Elephant Spiel wie oben beschrieben. Teilweise waren sehr seltsame Geschenke dabei wie zum Beispiel eine “Sitzhilfe” für die Toilette, um besser… naja… ihr wisst schon… Was ich gewonnen habe? Ein Gesichtspflegeset, einen Raum Duft und eine Duftkerze mit $30. Das Ganze wurde an zwei verschiedenen Tagen gespielt und es war eine Gaudi!

Noch am gleichen Tag fuhren wir nachts noch knapp 30 Minuten nach Franklin zu Jonathans Eltern. Am nächsten Morgen (also dann wirklich der 25. Dezember) gab es wieder Bescherung und alle Kinder (sogar ich!) bekamen einen Stocking – also einen Strumpf voller kleiner Geschenke. Wir verbrachten den Tag zu Hause und aßen uns mit allerlei Leckereien voll. Abends blieb ich allerdings nicht lange wach, weil mein Wecker am nächsten Tag schon um 4 Uhr morgens klingelte. Endlich traf ich mich mit Anna und Christian! Ich war mega aufgeregt. Aber über diesen Trip erfahrt ihr in meinem nächsten Beitrag… 😉

P.S. Bleibt gespannt, denn natürlich war die Anreise mal wieder keine „Schlittenfahrt…“ 😊

Viele Grüße,

eure Lena

2 Gedanken zu „#9 We wish you a Merry Christmas…

  • 31. Januar 2019 um 22:59
    Permalink

    Klingt alles mega spannend und so aufregend! Du fehlst hier in Deutschland 😓 Aber es macht es einfacher zu wissen was für tolle Dinge du doch erlebst! Ich hab dich lieb ❤

    Antwort
    • 1. Februar 2019 um 4:21
      Permalink

      Ich vermisse dich auch ganz arg. Ich hab dich lieb <3 lass uns bald nochmal telefonieren!!!

      Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.