Der erste Monat – TEIL 1 / NYC

Freunde der Sonne, shame on me.
Dieses Blog-schreiben ist halt doch etwas in Vergessenheit geraten und ehrlich gesagt bin ich auch einfach viel zu untalentiert (vielleicht auch etwas faul) (aber wirklich nur vielleicht) was das Strukturieren und Gestalten eines Blogs angeht, aber jetzt bin ich mental anwesend und berichte von meiner Startphase in den USA.
Bei mir ist es gerade 13 Uhr und ich sitze in meinem Schlafanzug vorm Laptop. Könnte etwas vorbildlicher sein, aber immerhin schlafe ich nicht mehr 😀
Heute Nachmittag geht es dann zum College – ich hab Probe. Fürs Theater. Shakespeare. Auf Englisch. Und ich mitten drin..
Muss zugeben, dass es alles andere als leicht ist sich zu integrieren und zu akzeptieren, dass man bei Null startet und jetzt ein ‚international‘ ist.. Aber es macht dafür umso mehr Freude jeden Tag neues zu lernen und kleine Schritte in Richtung Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zu machen.
Nun aber zu meinen ersten Tagen in den Staaten:
Am 7. August ging es für mich und 74 andere Stipendiaten nach New York City. Der Abschied war erstaunlicherweise schnell und undramatisch, was wohl daran lag, dass wir etwas Zeitdruck hatten und mein Gehirn zu 97% nicht realisiert hatte, dass ich tatsächlich für ein Jahr weg sein werde. Nun denn – ein stundenlanger Flug lag vor uns und ein unbeschreibliches Gefühl machte sich in meiner Brust breit. 74 Gleichgesinnte, alle in unseren PPP-Outfits, die wir am Flughafen bekamen. Eine Mischung aus Klassenfahrtsfeeling und Vorfreude überkam mich, aber irgendwo war auch immer noch der Gedanke daran, dass ich mental nicht bereit war. Wie gesagt – unbeschreiblich. Schön, aber irgendwie auch etwas beängstigend.
Als wir in New York ankamen wurden wir von den amerikanischen Organisatoren in Empfang genommen und fuhren mit Bussen zu unserem Hotel. Natürlich mussten wir jedoch bevor wir den Terminal verließen noch durch sämtliche Kontrollen, Fingerabdrücke geben und Fragen zu unserem Aufenthalt beantworten.
Als wir dann also im Bus saßen, hatten wir die erste Hürde geschafft und das Abenteuer USA begann. Die Hochhäuser kamen näher, man sah die ersten gelben Taxis und einige Sitzreihen vor mir wurde das Lied ‚Ich war noch niemals in New York‘ angestimmt. So oft hatte ich gelesen, dass New York einen vom ersten Moment an verzaubert und ich muss sagen – genau so war es bei mir auch. Diese Stadt hat einfach etwas magisches an sich und ich freu mich jetzt schon drauf im Juli, vor unserem Rückflug, nochmal dort zu sein. In unserer Unterkunft inmitten Manhattens angekommen, startete nun sofort unser Programm. 6 Stunden Zeitverschiebung und Luftfeuchtigkeit von 1822352834 Prozent hin oder her – Sightseeing ist angesagt. Ehemalige amerikanische Teilnehmer des Programms, führten uns zum Times Square, Bryant Park, Grand Central und weiteren Stationen. Mittlerweile war es schon etwas dämmrig geworden und Wolken zogen auf. Das Pflichtprogramm hatten wir hinter uns gebracht und konnten nun frei entscheiden wie wir unseren Abend gestalten – für mich und meine zwei Kumpanen ging es dann nochmal zurück zum Times Square und wie hätte es anders kommen können – der Regenschauer kam. Trotz schlechten Wetters genossen wir den Flair der Stadt und liefen dann ( nur mit dezenten Orientierungsschwierigkeiten ) zurück zum Hotel.
Der erste Tag in den Staaten war somit geschafft und die nächsten drei Tage in New York City warteten schon in den Startlöchern. Das Programm für die nächsten beiden Tage war relativ identisch. Von Morgens bis Mittags hatten wir Seminare im U.S Department of State und lernten viele nützliche Dinge für unser Leben in den USA. Zum Beispiel hielt ein Professor der Columbia Business School einen Vortrag über die Arbeitswelt in Amerika; wir erhielten Informationen über unsere Krankenversicherung und wir erarbeiteten verschiedene Präsentationen in Gruppen. Nach den Seminaren begann der Touri-Wahnsinn für uns. Da wir nur wenige Stunden zur freien Verfügung hatten, nutzten wir diese, um so viele Dinge zu sehen wie möglich. So schafften wir es in unseren 3 Tagen die Brooklyn Bridge, das 9/11 Memorial, China Town, den Central Parc, top of the rock und eine Fähren-tour mit Blick auf die statue of liberty zu sehen. Wir haben somit jede freie Sekunde genutzt, sind tausende Schritte gelaufen und haben Erinnerungen fürs Leben geschaffen 🙂
In New York hat es sich tatsächlich etwas nach Klassenfahrt angefühlt, da man die ganze Zeit mit Gleichgesinnten unterwegs war und durch das straffe, gemeinsame Programm total unter Strom stand, womit nicht viel Zeit für Nachdenken und Heimweh blieb. Am 09. August erhielten wir zum Abschluss unseres Seminars unsere Flugtickets und nähere Informationen für unsere Weiterreise zu unseren Gastfamilien. Die Destination war zum Glück dem Großteil aller Teilnehmer bekannt, die Zeit wann es letztendlich losgeht war aber ungewiss. Ich – Magnet des wunderbaren Zeitmanagements – erhielt das Los der Gruppe, die um 02:30 Uhr nachts am Hotel abgeholt wurde. Somit war klar – kein Schlaf für Emma. Der Koffer wurde gepackt und das Wlan genutzt, um mit meinem Freund zu telefonieren, bis der Shuttle kam, um mich und einige andere Teilnehmer zum Flughafen zu bringen. Die 3 Tage New York vergingen wie im Flug und als es nun zum Flughafen ging, um alleine nach Montana weiter zu reisen, wurde mir langsam bewusst, dass der wirkliche Neuanfang noch auf mich wartete…

             

..to be continued. Ich hoffe Ihr habt einen ersten, kleinen Eindruck bekommen. Wie es nun in Montana für mich weiterging, versuche ich bald in einem zweiten Teil zu beschreiben.
Wenn Fragen, oder bestimmte Infos Euch interessieren, dann schreibt mir gern.

Bis dahin, ok byee

Eure Emma

Ein Kommentar bei „Der erste Monat – TEIL 1 / NYC“

  1. Immer weiter so. Mach es zu Emmarica😎😅

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