CBYX Congressional Internship Program Begins 19th Year – Beitrag von Cultural Vistas

CBYX Congressional Internship Program Begins 19th Year

CBYX Congressional Internship Program Begins 19th Year

(https://culturalvistas.org/articles/press-releases/cbyx-congressional-internship-program-begins-19th-year/)

WASHINGTON – Five German students are currently in Washington, D.C. working for members of the United States House of Representatives for six weeks as part of the 19th class of the Congress-Bundestag Youth Exchange for Young Professionals’ Congressional Internship Program.

The Congressional Internship Program (CIP) provides German students and young professionals participating in the longstanding U.S.-German exchange program, which is joint funded by the German Bundestag and U.S. Department of State, with the opportunity to acquire real-world experience working in an office of a member of the U.S. Congress.

CIP is an invaluable opportunity for interns to acquire practical work experience at the level of the federal government while expanding knowledge of the legislative process and the responsibilities of a congressperson, while enhancing one’s own analytical, communication, and research skills.

The five CIP interns were selected from a group of 75 German CBYX Fellows currently studying and interning with U.S. hosts across the United States. Their internships will run through the end of February.

Since the inaugural internship cohort in 2000-01, more than 90 young German students and young professionals have taken part in the CBYX Congressional Internship Program.

The 2019 Class of CBYX Congressional Interns: Alend, Teresa, Theodor, Tanja, and Clara (L to R).

The names and assignments of the 2019 CBYX Congressional Internship Program participants:

Participating Student Congressperson
Alend Gravi David Trone (MD-6)
Teresa Holly Jose Serrano (NY-15)
Clara Kallich John Shimkus (IL-15)
Theodor Schell Joe Manchin (WV Senator)
Tanja Schwenkschuster Steve Chabot (OH-1)

The Congress-Bundestag Youth Exchange for Young Professionals is a fellowship funded by the German Bundestag and U.S. Department of State that annually provides up to 75 American and 75 German young professionals, between the ages of 18-24, the opportunity to spend one year in each other’s countries, studying, interning, and living with hosts on a cultural immersion program.

Cultural Vistas has administered CBYX for Young Professionals since its inception in 1983, together with its German partner organization, the Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Learn more about the Congress-Bundestag Youth Exchange for Young Professionals at cbyx.info.

About Cultural Vistas
Founded in 1963, Cultural Vistas is a nonprofit exchange organization promoting global understanding and collaboration among individuals and institutions. We develop international professional experiences that create more informed, skilled, and engaged citizens. Our programs empower people to drive positive change in themselves, their organizations, and society. Cultural Vistas is headquartered in New York with regional offices in Washington, D.C. and Berlin.

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Arbeiten in den USA: Ein Blick hinter die Kulissen des Kapitols – Beitrag über mein Congressional Internship

Arbeiten in den USA: Ein Blick hinter die Kulissen des Kapitols

  • 14. März 2019

Mein Praktikum “on the Hill” – von Alend Gravi

Alend Gravi aus Saarbrücken ist Teilnehmer des 35. PPP und verbringt zurzeit ein spannendes Jahr in Portland, Oregon. Er, sowie vier weitere Teilnehmer wurden für das „Congressional Internship Program“ ausgewählt, bei dem sie für sechs Wochen den Alltag eines Kongressabgeordneten oder Senators kennenlernen und hinter die Kulissen der Arbeit am Kapitol blicken konnten. Tolles Plus ist natürlich auch das Leben in der Metropole und Hauptstadt der USA – Washington D.C.

Freitag, 01.03.2019: Es ist wieder Wochenende – großartig und schade zugleich. Großartig deshalb, weil das Wochenende für einen CIP-Teilnehmer sehr wertvoll ist – und zwar nicht nur zum Ausschlafen, sondern viel mehr um all die Sehenswürdigkeiten hier in Washington, D.C. besichtigen zu können. Hier im 177-km²-großen und fast 694.000-einwohnerreichen Bundesdistrikt, in dem sich die Spitzen aller drei verfassungsmäßigen Gewalten befinden, gibt es einiges zu sehen und zu bestaunen.
Zum anderen schade, da dieser Freitag auch das Ende unseres Kongresspraktikums einläutet. Die letzten sechs Wochen waren wirklich unglaublich. Unglaublich lehrreich, unglaublich interessant und unglaublich verrückt.

Alend im Gespräch mit Jeff Merkley, Senator des Bundesstaates Oregon

Diese letzte Woche war aber wirklich der krönende Abschluss einer tollen Zeit. Neben meiner üblichen Arbeit gab es durchaus einige Highlights, die ich euch natürlich nicht vorenthalten will.
Zu den üblichen Aufgaben, die ich als Praktikant für meinen Kongressabgeordneten erledigen durfte, gehören unter anderem das Durchführen von Telefonaten mit der Wählerschaft des sechsten Kongresswahlbezirks Maryland. Dabei hört man ohne jeglichen Filter direkt die Belange der Wählerinnen und Wähler und kann sich immer ein gutes Meinungsbild über die aktuelle politische Stimmung machen. Telefonate häufen sich insbesonders, wenn kürzlich, gerade auch kritische Gesetzesvorschläge vorgebracht wurden. In dieser Hinsicht stelle ich fest, dass Demokratie hier relativ lebendig ist – denn jeder gibt seine Meinung kund, und zwar unabhängig davon, welche Ansicht er oder sie vertritt. Obwohl ich im Büro des demokratischen Repräsentanten David Trone gearbeitet habe, riefen Menschen auch aus den gegensätzlichen politischen Lagern an; die Bandbreite war groß.

Alend mit Rep. John Lewis

Zu anderen alltäglichen Aufgaben zählte es auch Botengänge zu erledigen, wie das Abgeben von Briefen bei anderen Büros oder aber auch der Sammlung von Unterschriften. Doch gibt es eindeutig schlimmere Arbeitsplätze, um diese Art von Job zu erledigen. Denn so kam ich in den Genuss, die wunderschönen, historischen Hallen des Kongresses besser kennen zu lernen. Dabei läuft man nicht nur an bedeutenden Büros, wie dem des Haus-Mehrheitsführers („Majority Leader“) oder der Haus-Sprecherin („Speaker of the House“) vorbei – oder geht auch mal hinein –, sondern trifft auch auf viele Kongressmitglieder.

Neben einzelnen Projekten und Führungen durch das US-Kapitol durfte ich auch Briefings und Hearings besuchen – für einen „Congressional Intern“ die schönste Sache der Welt.
Sogenannte Briefings werden im Kongress von Experten aus dem öffentlichen, privaten und dem Nonprofit-Sektor gehalten, deren Ziel es ist, Kongressmitglieder bzw. deren Angestellte und die Medien zu informieren, aber auch um ein Forum für Diskussionen über aktuelle politische Themen zu bieten. Diese Briefings werden des Öfteren ebenfalls von bestimmten Interessensgruppen („Lobbyisten“) oder von Experten der sogenannten „Thinktank“-Szene gehalten. Solche Veranstaltungen zu besuchen ist insbesondere für neu eingezogene Kongressabgeordnete wichtig. Mein Kongressabgeordneter David Trone ist letztes Jahr das erste Mal in den Kongress gewählt worden – wird im Washingtoner Jargon daher als „Freshman“ bezeichnet – und war somit häufig bei dieser Art Meetings dabei.

Bundestagsabgeordneter und Staatssekretär Niels Annen mit Alend und drei der anderen CIPler

Zu meinen Highlights der letzten Woche zählt definitiv ein Event zur Zukunft Europas mit Bundestagsabgeordneten und Staatssekretär Niels Annen am Montagabend. Die anderen CIPler und ich waren durch die Bank weg begeistert.

Der Mittwoch war ein ebenso ereignisreicher Tag: Ich durfte bei einer Tour durch das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) teilnehmen – wirklich sehr interessant. Im Kongress war derweil auch einiges los. Der ehemalige Anwalt von Donald Trump, Michael Cohen wurde zu verschiedenen Vorwürfen von mehreren Kongressabgeordneten bei einer öffentlichen Anhörung befragt. Als ich am späten Nachmittag für einen Botengang losgeschickt wurde, kam ich per Zufall an dem überfüllten Anhörungssaal vorbei. Und das genau zu der Zeit, in der Cohen rauseskortiert wurde und die Blitze der Fotografen auf ihn niederprasselten. Langweilig wird es als CIPler definitiv nie!
Interessant ging der Tag weiter mit einem Treffen zwischen meinem Kongressabgeordneten und zwei SPD-Bundestagsabgeordneten, Metin Hakverdi und Dr. Rolf Mützenich. Im Anschluss an ihr Gespräch durfte auch ich mich mit Ihnen unterhalten und über meine Zeit in den USA berichten.

Alend mit den SPD-Bundestagsabgeordneten Metin Hakverdi und Dr. Rolf Mützenich

Der Mittwoch hatte es in sich. Am selben Tag wurden zwei wichtige Vorhaben im Repräsentantenhaus verabschiedet: Zum einen das vielbesprochene H.R. 8, das parteiübergreifende Background-Check-Gesetz für das Kaufen von Waffen, sowie die H.J.Res.46, die Resolution gegen die Nationale Notstandserklärung des Präsidenten Donald Trump. Beide Vorhaben wurden nun an den Senat überwiesen – es bleibt also spannend!

Der offizielle Abschied kam dann am Samstag mit einer Abschiedsparty, die von der Geschäftsführerin von Cultural Vistas veranstaltet wurde. Dort wurden meine CIPler-Kollegen und ich von CBYX-Alumni und anderen Personen verabschiedet. Ein toller Tag, der mir in Erinnerung bleiben wird.

All in all waren es unglaubliche sechs Wochen und ich kann nur jedem (zukünftigen) PPP-Teilnehmer empfehlen, sich für das „Congressional Internship Program“ zu bewerben – ihr werdet es nicht bereuen!

Vielen Dank an dieser Stelle an die GIZ GmbH, Cultural Vistas, PPP/CBYX, das State Department und an alle, die mich auf meinem bisherigen Weg unterstützt haben.

 

(https://usappp.de/alend-gravi/)

Mit den Paragraphen auf Du und Du – ein Bericht der Saarbrücker Zeitung über mich aus dem Jahre 2015

14. August 2015

Alend Gravi hat nach einer Orientierungsphase seinen Traumberuf gefunden

 Alend Gravi hat keine Angst vor komplexer Gesetzesmaterie. Er will später noch Rechtspfleger werden. Foto: Oliver Dietze

Alend Gravi hat keine Angst vor komplexer Gesetzesmaterie. Er will später noch Rechtspfleger werden. 
Saarbrücken. Alend Gravi hatte schwer zu kämpfen, bis er seine Ausbildung zum Rechtsanwaltsfachangestellten zu Ende gebracht hatte. Der junge Iraker musste nicht nur mit Vorbehalten gegen Ausländer umgehen lernen. Sarah Emminghaus

Als Alend Gravi mit 15 Jahren die Hauptschule abschloss, hätte er von seinem aktuellen Berufserfolg kaum zu träumen gewagt. Damals hatte er keine Ahnung, was er mit seinem Leben machen sollte. Er entschied sich für ein Berufsgrundbildungsjahr, um seinen Dreier-Notendurchschnitt zumindest ein wenig zu verbessern, bewarb sich dann wahllos bei Betrieben. „Hauptsache, irgendeine Ausbildung“, sagt der heute 19-Jährige.

Viele Absagen später bekam er ein Praktikum in einer Saarbrücker Anwaltskanzlei. Und verlor es schon nach einer Woche wieder, weil er einen Schrank kaputt gemacht haben soll. Doch jetzt hatte Gravi gefunden, was ihm Spaß macht. Es folgte ein zweites Praktikum in einer anderen Kanzlei, dann dort die Ausbildung zum Rechtsanwalts-Fachangestellten. Seinen Abschluss hat er jetzt mit Bravour gemacht: Mit 94 Prozent war er zweitbester in seinem Jahrgang. Sein turbulentes Leben sieht man ihm nicht an: Er ist in Saarbrücken geboren und zur Grundschule gegangen, verbrachte dann mit seiner Familie vier Jahre in Dohuk, einer kurdischen Stadt im Irak – und der Heimat seiner Eltern. Als er dreizehn war, zog die Familie wieder nach Saarbrücken .

In der Schule – Alend kam in die achte Klasse der Rastbachtal-Gesamtschule – fühlte er sich „total fehl am Platz“. Ein neues Notensystem, die schwierige Wiedereingliederung in Deutschland – er war unmotiviert und noch schüchterner als heute. Seine Noten waren schlecht, die Wohnsituation auch. Sie wohnen zu siebt in einer kleinen Wohnung in Saarbrücken . Es fehlte an Platz zum Lernen.

Erst in seinem Ausbildungsbetrieb fühlt er sich wohl. Die Materie gefällt ihm, die Berufsschule fällt ihm nicht schwer. Er hat ein gutes Verhältnis zu Chef und Kollegen. Sein Chef, Rechtsanwalt Martin Schmitt , spricht von Alend wie von einem Sohn: „Alend ist ein wirklich cooler Typ. Und er hat so viel erreicht!“ In der Berufsschulklasse fühlte er sich zwar anfangs als Außenseiter: Er war einer von zwei, die „nur“ einen Hauptschulabschluss hatten, und mit 16 war er außerdem der Jüngste. Aber gute Noten motivierten ihn.

Heute spricht er mit leuchtenden Augen von Details des Zwangsvollstreckungsrechts. Schmitt wirft lachend ein: „Von manchen Dingen versteht Alend mehr als ich!“

Alend schätzt das Vertrauen seines Chefs. Bei seinem ersten Praktikum, bei dem er gekündigt wurde, habe er sich nicht wohl gefühlt, sagt der junge Iraker. Er sah sich wegen der Herkunft seiner Eltern diskriminiert. Das habe wohl auch eine Rolle bei der Entlassung gespielt. Alend glaubt, dass Rassismus im Beruf oft vorkomme.

Er passt in keines der Klischees, die oft bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund wiederholt werden: Um sich zu beschreiben, verwendet er Adjektive wie „ordentlich“ und „zielstrebig“ – er findet sich „total deutsch“. Das sei er schon immer gewesen.

Jetzt will Alend noch mehr erreichen. Der nächste Schritt ist das Fachabitur, danach das Studium zum Rechtspfleger. Damit kann er am Gericht arbeiten. Wie er sich den Aufstieg erklärt? Er zuckt mit den Schultern. „Ich wollte es einfach.“

Zum Thema:

Seit Oktober 2014 haben sich mehr als 5400 Jugendliche bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern im Saarland gemeldet, weil sie Hilfe bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle brauchen. Fast 2100 unter ihnen hatten einen Hauptschulabschluss. Das entspricht einem Anteil von 38,3 Prozent. Mitte Juli waren noch rund 1600 junge Leute ohne konkrete Zusage für einen Ausbildungsplatz, davon 700 mit einem Hauptschulabschluss. Mit einem Anteil von 43,5 Prozent an allen derzeit noch unversorgten Bewerbern sind diese Jugendlichen in dieser Gruppe überrepräsentiert. red“

Nachzulesen: https://www.saarbruecker-zeitung.de/alend-gravi-hat-nach-einer-orientierungsphase-seinen-traumberuf-gefunden_aid-1578202

Über mich und meinen bisherigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten von Amerika

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Alend Gravi, ich bin am 16.01.1996 als Sohn kurdisch-arabischer Eltern aus dem Norden Iraks in Saarbrücken, der Hauptstadt des viertgrößten Bundeslandes Deutschlands, Saarland, geboren. (Klein, aber fein!)

Am 07.08.2015 habe ich meine dreijährige Lehre als Rechtsanwaltsfachangestellter bei einer Anwaltskanzlei in Saarbrücken erfolgreich abgeschlossen. Während dieser Ausbildung ist mein großes Interesse zur Rechtswissenschaft erwachsen, aber nicht nur hierzu, auch zu anderen Feldern wie Philosophie, Ethik, Soziologie und Wirtschaftslehre. Ich hatte zu der Zeit jedoch nicht geplant, ein Jura-Studium, geschweige denn irgendein Studium aufzunehmen.

Nachdem ich meine Fachhochschulreife am 30.06.2016 erlangte, habe ich mich dazu entschlossen, das Abitur nachzuholen, um mit diesem ein Studium aufnehmen zu können. Das Gymnasium habe ich mit Erfolg im Juni 2018 abgeschlossen. Dabei war meine Abiturphase „überschattet“ (im positiven Sinne) von den Vorbereitungen auf das kommende große Erlebnis, dem 35. Parlamentarischen Patenschafts-Programm, das aus Anlass des 300. Jahrestages der ersten deutschen Einwanderung nach Nordamerika vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika und vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde. Nachdem ich im Januar 2018, also vor einem Jahr, von meiner Teilnahme erfuhr, drehte sich natürlich alles um das PPP; nun ja, fast alles, da war ja noch das Abitur. Eine gute Balance habe ich jedoch finden, und meine Allgemeine Hochschulreife erlangen können, und bin am 07.08.2018 schließlich mit den anderen 75 deutschen TeilnehmerInnen nach New York City gereist, wo wir unser dreitägiges Seminar mit Cultural Vistas hatten.

Nun freue ich mich sehr, im Januar 2019 aus den USA in Portland, Oregon, von meinem bisherigen Aufenthalt berichten zu können. Wir 75 PPPlerInnen sind jetzt bereits seit über 164 Tagen hier in den Staaten; es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe bisher sehr viel neues dazugelernt, vieles sehen und erleben können, und nochmals, vieles dazulernen können.
Am Freitag, den 18. Januar 2018, hatte ich meinen letzten Arbeitstag am Bookstore des Portland Community Colleges (PCC).  Am 16.01. hatte ich meinen 23. Geburtstag, den ich im Haus meines Gastvaters mit eingeladenen Freunden vom PCC und der anderen beiden hier in Oregon platzierten PPP-Teilnehmer verbringen durfte. Mir wurde gestern noch einmal klar, was für eine „Community“ ich hier zwischenzeitlich aufbauen konnte – Freunde aus aller Welt, von deren Einsicht, Erfahrungen und Wissen ich profitieren darf.
Das PCC durfte ich vom 24.09. bis zum 14.12. besuchen; hier habe ich unter anderem „Paralegal“-Kurse, also berufsbezogene Kurse (Rechtsanwaltsfachangestellter) besucht. Die Zeit zwischen der Anreise im Platzierungsort und dem – relativ späten – College-Beginn habe ich mit dem Kennenlernen der Hostcommunity, einem kurzen Roadtrip in Oregon zusammen mit den beiden anderen PPPlern sowie mit dazugekommenen Erledigungen (Bankkonto, Social Security, u. V. m.) verbracht. Während der Collegephase habe ich ehrenamtliche Arbeit (Community Service) bei dem Multicultural Center am PCC, beim Portland Chinese Garden, bei zwei diversen Einzelveranstaltungen sowie während der International Orientation Week am PCC leisten können, und konnte 51,5 Stunden an Ehrenamt erreichen.  Auch habe ich während der Collegephase am Bookstore arbeiten können, und zwar bis heute. Damit habe ich mein Ziel für die Collegephase erreicht, nämlich nicht nur das College bzw. die Kurse schlicht zu besuchen, sondern wie man es so schön im Englischen sagt, „to get involved on campus“ (I definitely got!). Ich bin dem am PCC eingeführten Korean-Club beigetreten, dem allerlei StudentInnen (auch AmerikanerInnen) angehören, und konnte auch dort gute Freundschaften schließen.
Vor zwei Monaten habe ich hier auch meinen Oregon Driver License erworben. Ich war erstaunt, wie vergleichsweise einfach es ist, diesen hier erhalten zu können – insbesondere unter Kostengesichtspunkten (für den Führerschein habe ich insgesamt 25 + 5 + 25 + 9 = USD $ 64 gezahlt).
Nun, nach dem Jahresübergang in 2019, hätte ich eigentlich mein Internship bei der Anwaltskanzlei in Portland begonnen. Dessen Beginn verschiebt sich aber auf den 11. März 2019, da ich glücklicherweise im Rahmen des Congressional Internship Program (CIP) sechs Wochen in Washington D. C. verbringen darf, und zwar im Büro von David Trone im Kapitol, der im November 2018 erstmals in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt wurde, wo er den sechsten Kongresswahlbezirk von Maryland vertritt. Damit habe ich nicht nur das Privileg, in einer sehr einmaligen Zeit im US-Kongress arbeiten zu dürfen (teilweiser Shutdown), sondern werde auch einen wertvollen Einblick darin erhalten, wie es ist, ein neues Kongressmitglied und dessen Büro in Betrieb zu nehmen.  Ich freue mich sehr auf die kommende Erfahrung und umso mehr mit dem dann Dazugewonnenen mein Internship im März beginnen zu können.
Obwohl ich selbstverständlich Deutschland vermisse, tut mir die Zeit hier in vielerlei Hinsicht sehr gut, und ich möchte gar nicht, dass sie schnell vorüber geht. Aber der zweite und letzte Programmteil wird vermutlich noch schneller vorbeigehen und die Rückreise ziemlich schnell vor der Tür stehen. Bis dahin erhoffe ich mir weiterhin viel zu erleben und lernen, und nach Abschluss des Programms mein Studium aufzunehmen. Wo? To be continued….
Abschließend möchte ich meinen sehr großen Dank aussprechen an alle, die mich auf meinem bisherigen Weg begleitet und unterstützt haben; ich hoffe, Ihr fühlt Euch angesprochen!